Die besten Aktienfonds
Mischfonds mit hoher Aktienquote liegen vorn

Alt heißt nicht noch lange nicht unbrauchbar - dies gilt auch für Investmentfonds. Im Gegenteil: Das Zwölf-Monats-Ranking für gemischte Fonds zeigt, dass sich auch die Klassiker weiter in der Spitze etablieren konnten. Ganz vorne stehen dabei dennoch andere.

HAMBURG. Deutschlands ältester Aktienfonds, der im Oktober 1950 aufgelegte Fondak, wird von der Commerzbank-Tochter Cominvest fleißig beworben. Weitaus ruhiger ist es dagegen um den noch zwei Monate älteren Fondra, den ersten deutschen Investmentfonds überhaupt. Er bringt derzeit vergleichsweise bescheidene 141 Mio. Euro auf die Waage, während es im Fondak 3,14 Mrd. Euro sind. Dabei hätte der flexibel gemanagte Mischfonds durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der Bad Homburger Analyseagentur Feri von 287 flexiblen Mischfonds belegt er mit einem Wertzuwachs von 20,02 Prozent Rang acht (Tabelle).

Wie seine prominente Kollegin Heidrun Heutzenröder konzentriert sich auch Fondra-Manager Jörg Schlinghoff auf deutsche Aktien. Auf der Rentenseite investiert er dagegen auch in Papiere anderer europäischer Emittenten, die auf Euro lauten. Das zuletzt sehr gute Abschneiden des Fonds begründet Schlinghoff unter anderem mit der hohen Aktienquote, die bis in den Mai dieses Jahres hinein bei rund 70 Prozent lag. "Seitdem haben wir die Quote jedoch schrittweise auf 55 Prozent heruntergefahren und seit einigen Wochen wieder geringfügig aufgestockt", ergänzt der Cominvest-Manager.

Das gute Abschneiden auf der Rentenseite begründet Schlinghoff mit dem Schwerpunkt auf Laufzeiten bis drei Jahre. Auf Branchenebene bevorzugt er derzeit vor allem Aktien aus den Bereichen Finanzen, Versorger und Industrie, die zusammen rund ein Drittel des Portfolios ausmachen.

Ganz anders ist dagegen der Spitzenreiter HWB Victoria Strategies Portfolio positioniert: Dessen Berater Hans Wilhelm Brand setzt auf der Aktienseite derzeit vor allem auf Energie- und Rohstoffe sowie auf Konsum- und Technologiewerte, die er insgesamt mit rund 70 Prozent gewichtet. Anders als Schlinghoff beschränkt sich Brand jedoch nicht auf deutsche Aktien: Er investiert weltweit und hält derzeit lediglich 20 Prozent des Aktienportfolios in deutschen Dividendenpapieren.

Die Titelauswahl trifft der Gründer der Vermögensverwaltung HWB Capital Management unter anderem danach, ob die Unternehmen mehrheitlich inhabergeführt sind. "Wir schätzen diese Aktien als aussichtsreicher ein, da sich Unternehmenseigner stärker für nachhaltig gute Ergebnisse interessieren als angestellte Manager".

Auf der Rentenseite agiert der in Trier ansässige Berater weniger eingeschränkt als Schlinghoff: So steckt derzeit mehr als die Hälfte des mit lediglich fünf Prozent gewichteten Rentenportfolios in Fremdwährungsanleihen, wobei Brand generell nur in Papiere mit einer Bonität von mindestens B+ investiert. Wie Schlinghoff sichert der Fondsberater seine Aktienpositionen mit Futures ab.

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