Die besten Aktienfonds
Schwacher Dollar belastet globale Rentenfonds

Crédit Agricole Asset Management (CAAM) - diese Fondsgesellschaft ist in Deutschland eher unbekannt, allerdings die größte ihrer Art in Europa. Dies schützt CAAM allerdings nicht davor, schlechte Ergebnisse zu erzielen: An der Spitze tummeln sich andere.

HAMBURG. Die französische Fondsgesellschaft Crédit Agricole Asset Management (CAAM) ist bislang nur wenigen deutschen Anlegern ein Begriff - was angesichts ihrer Größe überrascht. Mit einem europaweit verwalteten Vermögen von 236,7 Euro ist CAAM laut einer aktuellen Statistik der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Europas größte Fondsgesellschaft und liegt damit sogar vor dem deutschen Marktführer DWS mit einem Volumen von 157 Mrd. Euro.

Zu den größten Fonds der auf Rentenwerte spezialisierten Gesellschaft gehört der CAAM Funds Global Bond - mit einem verwalteten Vermögen von 942 Mill. Euro einer der zehn volumenstärksten globalen Rentenfonds mit deutscher Vertriebszulassung. Anders als in den Vormonaten fällt die aktuelle Zwölf-Monats-Bilanz des Fonds aber eher enttäuschend aus: So rutschte er per Ende Juli mit 1,89 Prozent ins Minus und liegt damit unter den zehn Schwergewichten seiner Vergleichsgruppe auf Rang sieben, im Gesamtvergleich aller 176 Fonds sogar nur auf Platz 104 (siehe Tabelle).

"Der Fonds notiert in Dollar und litt damit unter der Stärke des Euro", begründet CAAM-Manager Cédric Morisseau das vergleichsweise schwache Abschneiden. Doch auch die Übergewichtung von Euro-Renten gegenüber US-amerikanischen und japanischen Papieren habe sich als negativ erwiesen. Insgesamt zeigt sich Morisseau dennoch zufrieden: "Wir haben den Vergleichsindex JPM GBI um 0,83 Prozentpunkte geschlagen und auf Dollarbasis ein Plus von 5,79 Prozent erwirtschaftet."

Im Juli konnte sich die Wertentwicklung des Fonds auch in Euro sehen lassen: So legte er um beachtliche 1,09 Prozent zu - exakt so viel, wie der Templeton Global Total Return im gleichen Zeitraum verlor. Letzterer führt im Vergleich der zehn größten globalen Rentenfonds derzeit mit einem Plus von 7,09 Prozent das Feld an und liegt mit diesem Ergebnis auch im Gesamtvergleich auf Rang drei.

Das gute Abschneiden der vergangenen zwölf Monate führt Hasenstab auf zwei Faktoren zurück: "Erstens hat sich die unterdurchschnittliche Duration von rund viereinhalb Jahren hat ausgezahlt, zweitens entwickelten sich unsere Positionen in Lokalwährungsanleihen aus Brasilien, Thailand, Polen, Schweden und Norwegen positiv. Gegenüber dem Dollar gibt er sich vorerst eher pessimistisch und hält dort nur rund zehn Prozent des Fondsvermögens.

Mehr Aufwertungspotenzial traut der Franklin-Templeton-Manager dagegen dem malaysischen Ringitt, dem brasilianischen Real und der schwedischen Krone zu. In diesen drei Währungen hält er zusammen ein Drittel des Portfolios. Morisseau hält dagegen rund die Hälfte des Fondsvermögens in Dollar-Anleihen, auf den Plätzen zwei und drei liegen der Yen mit 21 und das britische Pfund mit 15 Prozent.

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