Die besten Investmentfonds
Branchenmix zahlt sich für Gesundheitsfonds aus

Regeln, die für die Börse gelten, können sich natürlich auch auf entsprechende Fonds auswirken. Beispiele wie der Lacuna Apo Biotech zeigen, wie sich einst erfolgreiche Produkte plötzlich am andere Ende des Rankings wiederfinden können. Wie im Bereich Biotech unnd Pharma am besten investiert wird, zeigen dagegen die Gewinner.

HAMBURG. Die Käufer des Lacuna Apo Biotech haben schon bessere Zeiten erlebt: In den ersten Jahren seines Bestehens galt der 1999 aufgelegte Fonds noch als Vorzeigeprodukt unter den Branchenfonds mit Fokus auf Biotech-Aktien. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate rutschte er jedoch mit 30 Prozent ins Minus, was ihm in der Auswertung der Bad Homburger Analyseagentur Feri den vorletzten Platz unter 87 Gesundheits- und Biotech-Fonds beschert (siehe Tabelle).

"Wir investieren vorwiegend in Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von maximal fünf Mrd. Euro. Diese haben sich aufgrund der gestiegenen Risikoaversion in den vergangenen Monaten deutlich schlechter entwickelt als die größeren Firmen", kommentiert Samuel Stursberg von der Vermögensverwaltung Adamant Biomedical Investments AG. Als nachteilig habe sich zudem erwiesen, dass europäische Titel mit etwa 40 Prozent hoch gewichtet waren. "Dort entwickelte sich die Branche insbesondere im zweiten Halbjahr 2007 relativ schwach", erläutert Stursberg. "Im derzeitigen Marktumfeld setzten Investoren lieber auf etablierte Biotech-Unternehmen aus den USA.

Als generell schwierig für die gesamte Gesundheits-Branche bewertet der in Basel ansässige Fondsberater die derzeitige Zulassungspraxis der US-Gesundheitsaufsichtsbehörde FDA: "Seit rund zwei Jahren geht sie sehr restriktiv vor, was sich negativ auf den Markt ausgewirkt hat", so Stursberg. Am wichtigsten für die zukünftige Kursentwicklung seien jedoch firmenspezifische Nachrichten. Seiner Ansicht nach wurden einige qualitativ gute europäische Titel zu stark abgestraft, was er für selektive Nachkäufe genutzt hat.

Vorwiegend auf die Großen der Gesundheitsbranche setzt dagegen Andy Acker mit dem Janus Global Life Sciences Fund. Er hält aktuell unter anderem die Pharmariesen Roche, Merck und Bayer im Portfolio. Der Ansatz, breit in alle Bereiche des Gesundheitssektors zu investieren, bescherte Acker ein Plus von 9,03 Prozent für die vergangenen zwölf Monate - und damit Rang eins im Vergleichsranking.

Mit seinem Portfolio verfolgt Acker eine dreigeteilte Strategie: "Wir setzen mit einem Anteil von rund 50 Prozent auf etablierte Branchengrößen, die andere Hälfte verteilen wir in etwa zu gleichen Teilen auf Wachstumsunternehmen mit attraktiver Produktpipeline und kurzfristige taktische Investments." Im Gegensatz zum Adamant-Team setzt Acker einen deutlichen Schwerpunkt auf US-Titel: Sie machen derzeit rund 70 Prozent des Portfolios aus. Auf Branchenebene dominieren mit rund 30 Prozent Pharmawerte, gefolgt von Biotech-Firmen mit einem Anteil von 27 Prozent.

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