Die besten Investmentfonds
Dachfonds bringen nur selten Rendite

Null Prozent - so lautete im Kalenderjahr 2007 die durchschnittliche Ausbeute der 2004 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Dachfonds, die je nach Marktumfeld stärker in Aktien- oder Rentenfonds investiere. Immerhin zwei Angeboten gelang es, einen zweistelligen Wertzuwachs zu erzielen.

HAMBURG. Einer dieser Fonds, der Spitzenreiter Beta Select von DJE Investment, existiert derzeit jedoch nur noch als Hülle: Der bisherige Fondsberater, die Kieler Vermögensverwaltung Dahm + Jess, hat das Gros der investierten Gelder abgezogen, und auch die Verwaltungsgesellschaft DJE Investment will sich von dem Fonds trennen.

Das mit 16,65 Prozent zweitbeste Ergebnis erzielte der Patriarch My Finance Total Return von Hauck & Aufhäuser. Berater Robert Schmidt von der Nürnberger Vermögensverwaltung My Finance begründet die Platzierung mit dem Fokus auf Schwellenländerfonds. Zudem würden auch Einzelaktien beigemischt wie etwa die Immobilien-Projektgesellschaft European Convergence Property, deren Kurs zwischen Januar und Dezember um 70 Prozent zulegte. Im Bereich Schwellenländer gehören derzeit vor allem Indien und China zu seinen Favoriten und damit verbunden auch Japan.

"Das Land profitiert am stärksten von der wirtschaftlichen Entwicklung der beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt", sagt Schmidt. Trotz der jüngsten Kursstürze hat er die Aktienquote im Januar relativ konstant bei rund 80 Prozent gehalten. "Wenn wir langfristig einen intakten Aufwärtstrend erwarten, bauen wir die Quote nicht ab, sondern nehmen vorübergehende Kurseinbußen in Kauf", erläutert er. Das einzige Zugeständnis an schwierige Marktphasen bestehe darin, neue Mittel nicht sofort zu investieren, sondern zunächst als Kasse zu halten.

Beim auf Rang drei liegenden Lux Provest-Everest Portfolio von MM Warburg variierte die Aktienfondsquote in den vergangenen Monaten dagegen erheblich: So hatte Fondsberater Elmar Hülsmann im Juli 2007 den Anteil noch bei 90 Prozent gehalten, am Jahresende lag er nur noch bei 30 Prozent. Der Rest ruht in Rentenfonds, die überwiegend im Euro-Raum investieren. Noch sieht Hülsmann keinen Grund, die Aktienquote wieder aufzustocken. "Wir erwarten noch bis zur Jahresmitte deutliche Kursschwankungen, auch ein erneuter Rückschlag ist nicht auszuschließen", sagt der Geschäftsführer der Bad Homburger Vermögensverwaltung Everest Portfolio. Wie Schmidt mischt er Einzelaktien bei und bevorzugt dabei aktuell Rohstoff- und vor allem Gold-Titel. Und auch der Lux-Provest Everest Portfolio fokussiert Schwellenländer - besonders rohstoffreiche Länder wie Brasilien und Russland.

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