Die besten Investmentfonds
Dachfonds-Manager setzen auf Schwellenländer

Es gibt bei Dachfonds keine einheitliche Erfolgsstrategie. Dies beweist erneut der Vergleich von 200 dieser Produkte. Die besten Fonds setzen hierbei auf Vielfalt und schweifen dabei auch in ferne Länder.

HAMBURG. Der Vergleich von rund 200 Dachfonds mit einer flexiblen Anlagestrategie zeigt, dass deren Wertentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten ganz erheblich variierte: So weist die aktuelle Auswertung der Bad Homburger Analyseagentur Feri Rating & Research für diese Fonds ein durchschnittliches Plus von lediglich 6,25 Prozent aus. Rund fünfmal so hoch war dagegen der Wertzuwachs des Patriarch My Finance Total Return, der um 31,15 Prozent zulegte (siehe Tabelle).

"Wir lagen mit unseren Engagements in Märkten wie China und Lateinamerika richtig", kommentiert Fondsberater Robert Schmidt das gute Abschneiden und verweist auf Zielfonds wie den Magna Latin America und den Baring Hong Kong China. Bei seinen Portfolioentscheidungen konzentriert sich der Mitgeschäftsführer der Nürnberger Vermögensverwaltung My Finance im Gegensatz zu vielen anderen Dachfondsmanagern nicht auf 15 bis 20 Zielfonds, sondern streut seine Investments wesentlich breiter: "Aktuell sind unsere Positionen über 58 Fonds verteilt", sagt Schmidt. Damit strebt er eine möglichst geringe Korrelation von Zielfonds in einzelnen Regionen an: "In Lateinamerika sind wir beispielsweise mit vier Zielfonds investiert, die jeweils unterschiedliche und möglichst gering korrelierte Schwerpunkte aufweisen", sagt der Fondsverwalter, für den die Auswahl der Zielregionen bei den Anlageentscheidungen an erster Stelle steht.

Diesen sogenannten Top-Down-Ansatz verfolgt auch Elmar Hülsmann mit dem zweitplatzierten Lux-Provest Everest Portfolio. Wie Schmidt bevorzugt auch der Geschäftsführer der Bad Homburger Vermögensberatung Everest Portfolio derzeit Investments in den Schwellenländern und streut diese weltweit über Länderfonds. Produkte mit Branchenfokus stehen dagegen bei ihm ebenso wie bei Schmidt nicht im Vordergrund.

"Wir sind lediglich in einem Zielfonds mit Schwerpunkt auf Gold und Edelmetallen investiert", sagt er. Wie sein Konkurrent nimmt auch Hülsmann nicht nur Fonds, sondern auch einzelne Aktien ins Depot. Während der Nürnberger Fondsberater jedoch prinzipiell auf Aktien aus allen Branchen und Regionen zurückgreifen kann, konzentriert sich Hülsmann vorwiegend auf Titel des Telekommunikationssektors, was er mit seinem bisherigen Werdegang in leitenden Funktionen innerhalb der Branche begründet. Für 2008 sieht er gute Chancen, im Telekommunikationssektor wieder fündig zu werden. Auch sonst gibt er sich zuversichtlich: "Die globalen Aktienmärkte werden mögliche von den USA ausgehende Störungen voraussichtlich gut wegstecken."

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