Die besten Investmentfonds
Defensive Dachfonds punkten mit Immobilien

Immobilien statt Renten: Der Sauren Global Defensiv profitiert vor allem von der guten Entwicklung der offenen Immobilienfonds. Und auch Hedge-Fonds gehören ungewöhnlicherweise zum Portfolio des Dachfonds. Diese Strategie zahlt sich laut eines aktuellen Rankings jetzt aus.

HAMBURG. Eine Rentenquote von nur 13 Prozent in einem defensiv ausgerichteten Dachfonds erscheint ungewöhnlich. Auch Hedge-Fonds erwarten Anleger nicht unbedingt in einem derartigen Produkt. Beim Sauren Global Defensiv ist beides der Fall und zahlte sich offenbar aus, wie ein Blick auf die Jahresbilanz der 81 von Feri Rating & Research gelisteten Dachfonds mit konservativer Anlagestrategie zeigt: Der Sauren-Fonds belegt mit einem Plus von 4,80 Prozent den Spitzenplatz (siehe Tabelle).

"Hedge-Fonds machen derzeit rund zehn Prozent des Portfolios aus, wobei wir ausschließlich auf konservative Strategien wie zum Beispiel Convertible Arbitrage setzen, die im Schnitt deutlich risikoärmer als Aktienfonds sind", erläutert Sauren-Vorstand Hermann Hall. -Josef Die letztgenannte Anlagekategorie gewichtet er ebenfalls mit rund zehn Prozent, beschränkt sich dabei aber auf Substanzwert-orientierte Fonds. Die gute Jahresbilanz des Sauren Global Defensiv führt er jedoch auf den 50 Prozent-Anteil offener Immobilienfonds zurück: "Die von uns ausgewählten Fonds entwickelten sich sehr erfreulich". Beispiele dafür seien der Kanam Grundinvest und der Grundbesitz Global, die er zusammen mit rund 13 Prozent gewichtet.

Beide Fonds spielen auch im Portfolio des Stratego Grund eine große Rolle. Der mit einem Wertzuwachs von 4,63 Prozent auf Rang zwei liegende Fonds der LBB Invest investiert ausschließlich in offene Immobilienfonds. Im Mittelpunkt stehen auch bei Manager Günther Knappert jüngere Produkte. Zu seinen Favoriten gehört neben dem Kanam-Fonds und dem Grundbesitz Global der kürzlich wieder für Neuanlagen geöffnete TMW Immobilien Weltfonds. "Der TMW-Fonds profitierte unter anderem von der aktiven Portfoliosteuerung und der niedrigen Liquiditätsquote", sagt Knappert, der das Portfolio über 14 Zielfonds streut.

Andere Anlageklassen bleiben in dem Fonds komplett außen vor: "Wir können zwar theoretisch auch in Immobilienaktien investieren, planen aber auf absehbare Zeit vorerst keinen Aufbau einer solchen Position, selbst wenn eine nachhaltige Trendwende einen Einstieg rechtfertigen sollte", sagt der Fondsmanager. Auch Renten meidet er angesichts der schwachen Entwicklung seit Herbst 2005, doch auch aus einem weiteren Grund: "Der Fonds ist für Anleger konzipiert, die Wert auf eine hohe Nachsteuerrendite legen, was bei offenen Immobilienfonds eher der Fall ist als bei klassischen Rentenfonds."

Für dieses Jahr sehen beide Fondsmanager gute Chancen, mit ihren Fonds die vorwiegend auf Renten setzende Konkurrenz hinter sich zu lassen: "Da wir spätestens ab der zweiten Jahreshälfte mit einer Erholung auf den Aktienmärkten rechnen, dürften sich die Aussichten auf der Rentenseite wieder eintrüben", sagt Knappert.

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