Die besten Investmentfonds
Deutschland-Aktienfonds legen deutlich zu

Wer einen Deutschland-Fonds der DWS kaufen will, hat die Qual der Wahl. Allein acht aktiv gemanagte Produkte mit diesem Anlageschwerpunkt bietet der Platzhirsch im deutschen Fondsgeschäft an. Deren aktuelle Zwölf-Monats-Bilanz kann sich sehen lassen.

HAMBURG. So tummeln sich derzeit vier Fonds der DWS unter den Top Ten der insgesamt 79 von Feri Rating & Research gelisteten Fonds dieser Vergleichsgruppe.

Dazu gehört auch der DWS Deutschland, der mit einem Wertzuwachs von 29,90 Prozent Rang zehn belegt (siehe Tabelle). "Im hausinternen Vergleich ist er deutlich konservativer aufgestellt und sehr substanzwert-orientiert“, sagt Fondsmanager Tim Albrecht, der lediglich den DWS Investa als noch defensiver einordnet.

Mit dieser Ausrichtung sieht er sich derzeit sehr gut positioniert: "Über zwölf Monate liegen die Kollegen mit den beiden genannten Fonds zwar vorn, im Vergleichszeitraum seit Januar dieses Jahres hat der DWS Deutschland sie jedoch überholt“, so der Fondsmanager, der aktuell gut 90 Prozent des Portfolios in Standardwerten hält. "Seit Anfang dieses Jahres habe ich die Gewichtung der Nebenwerte zugunsten der großen Titel deutlich von rund 20 auf nur noch zehn Prozent reduziert“, ergänzt Albrecht. Das gute Ergebnis der vergangenen zwölf Monate führt er unter anderem auf die nach wie vor hohe Gewichtung der Daimler-Chrysler-Aktie zurück, die von der erwarteten Abspaltung der US-Tochter profitiert habe.

Thomas Pethofer hält das Potenzial dieser Aktie dagegen weitgehend für ausgeschöpft: "Wir haben diese Position von acht auf vier Prozent halbiert und Gewinne mitgenommen, sehen jetzt aber eher für andere Automobilhersteller Potenzial“, erläutert der Manager des drittplatzierten Gerling Deutschland Fonds. Er sieht unter anderem für Porsche und VW bessere Chancen, da der Chrysler-Verkauf nun im Aktienkurs eingepreist sei.

Einig sind sich beide Manager dagegen in ihrer Auffassung zum Bereich Erneuerbare Energien: Beide halten dieses Segment mittlerweile für zu teuer. Während Albrecht dieses Nebenwertesegment derzeit komplett ausklammert, hat Pethofer den Anteil dieser Aktien dagegen lediglich reduziert und überwiegend in Zulieferer investiert. Einig sind sich beide Manager auch hinsichtlich ihrer Vorliebe für Versorger: "Bislang reguliert das Kartellamt diesen Bereich nicht so stark wie angekündigt, so dass die Unternehmen hohe Gewinne einfahren können“, sagt etwa Albrecht. Auch die Aussichten für den deutschen Aktienmarkt beurteilen beide Fondsmanager ähnlich: So trauen sie dem Dax im kommenden Jahr mindestens einen Anstieg auf 8 500 Punkte zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%