Die besten Investmentfonds
Fondsmanager sehen für Nebenwerte noch Potenzial

Was hat ein Indexfonds auf den deutschen TecDax unter Europa-Nebenwertefonds zu suchen? Das dürfte sich so mancher Anleger beim Blick auf die aktuelle Auswertung von Feri Rating & Research von 99 Fonds dieser Kategorie fragen.

HAMBURG. Dort belegt derzeit der TecDax Ex von Indexchange mit einem Zwölf-Monats-Plus von 41,36 Prozent den Spitzenplatz (Tabelle). Sasa Perovic von der Bad Homburger Analysegesellschaft begründet die Einstufung mit einem "signifikant hohen" Auslandsanteil von derzeit 22 Prozent.

"Bei den Auslandstiteln handelt es sich um deutsche Unternehmen wie Qiagen, die lediglich aus rechtlichen Gründen ihren Sitz im Ausland haben", sagt dagegen Matthias Bussemer. Der Manager des zweitplatzierten Deka Lux Mid Cap hält sich bei TecDax-Werten derzeit stark zurück. "Wir finden in anderen Segmenten aussichtsreichere Unternehmen", erklärt Bussemer die niedrige Gewichtung von nur zwei Prozent. Als Vergleichsindex nennt er den DJ Stoxx Mid Cap Growth, an dem er sich jedoch nur grob orientiert. "Aktuell weichen wir besonders in den Bereichen Gesundheitswesen und Finanzen vom Index ab", sagt Bussemer. So sei die erstgenannte Branche derzeit mit zehn Prozent deutlich übergewichtet, während der bereits seit Monaten niedrige Anteil des Finanzsektors von nur 3,5 Prozent einer der Gründe für das sehr gute Zwölf-Monats-Ergebnis sei.

Die Tatsache, dass viele Marktteilnehmer derzeit Standardwerten wieder mehr Potenzial einräumen als Aktien aus der zweiten Reihe, beeindruckt Bussemer nicht. "Die Entwicklung der Indizes lässt diese Einschätzung zwar plausibel erscheinen, bislang haben wir jedoch genug Unternehmen im Visier, die sich diesem Trend widersetzen", sagt der Deka-Manager.

Auch Jim Campbell und Francesco Conte beschränken sich ausschließlich auf das Nebenwertesegment. Allerdings setzen die beiden Manager des auf Rang drei liegenden JP Morgan Europe Micro Cap ausschließlich auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von maximal 800 Mio. Euro, die im Portfolio des Deka Lux Mid Cap mit 50 Prozent gewichtet sind. Aufgrund des deutlich illiquideren Marktes in diesem Segment hat JP Morgan vor drei Monaten angesichts eines Volumens von 280 Mio. Euro einen Ausgabestopp verhängt.

Deka-Manager Bussemer sieht sich derzeit nicht mit ähnlichen Problemen konfrontiert: "Da wir auch in Titel mit einem Börsenwert von bis zu zehn Mrd. Euro investieren, dürfte die kritische Grenze erst ab einem Volumen von rund einer Mrd. Euro erreicht sein", sagt er. Von dieser Schallgrenze ist sein Fonds mit aktuell 236 Mio. Euro noch weit entfernt.

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