Die besten Investmentfonds: Fondsmanager sehen Nebenwerte skeptisch

Die besten Investmentfonds
Fondsmanager sehen Nebenwerte skeptisch

Der TecDax ist in den letzten Tagen deutlich eingebrochen. Doch 2007 erzielten in der Anlagekategorie "Aktien Europa Nebenwerte" noch jene Fonds die besten Ergebnisse, die ihren Schwerpunkt auf deutsche Titel und da vor allem auch den TecDax setzten - wie etwa den I-Shares TecDax.

HAMBURG. Der Grund, warum die Analysegesellschaft Feri diesen Fonds nicht als deutschen Nebenwertefonds führt: Sechs der 30 dort enthaltenen Titel (unter anderem Qiagen, Tele Atlas und BB Biotech) sind nicht in Frankfurt, sondern an einer ausländischen Börse notiert. Formell beträgt der Deutschland-Anteil somit nur 71,5 Prozent.

Immerhin 47 Prozent seines Portfolios hat der zweitplatzierte Postbank Mega Trend von Frankfurt Trust in Deutschland investiert, davon 27 Prozent in Unternehmen aus dem TecDax. Fondsmanager Omar Abu Rashed konzentriert sich ohne Größenbeschränkung auf zukunftsweisende Technologien und Dienstleistungen. Bis zu 50 Prozent des Vermögens darf er dabei außerhalb Europas anlegen - eine Option, die er aktuell mit Beteiligungen in den USA und Südostasien knapp zur Hälfte nutzt.

War der Bereich "Erneuerbare Energien" bis Ende Dezember noch zu über 30 Prozent vertreten, so hat Rashed diesen Anteil in der Zwischenzeit auf zehn Prozent reduziert und rund die Hälfte der Erlöse in eher defensive Telekom-Titel umgeschichtet. Die allgemeinen Kurschancen von Nebenwerten beurteilt er deutlich verhaltener als noch 2007. "Es gibt einen undifferenzierten Abgabedruck, der noch eine Weile anhalten könnte", sagt Rashed. Zwar seien einzelne Titel auf dem erreichten Niveau durchaus attraktiv, noch sei es für einen Einstieg zu früh. Die durchschnittliche Marktkapitalisierung der in seinem Fonds enthaltenen Papiere stieg vor diesem Hintergrund von 2,0 auf 4,2 Mrd. Euro.

Deutlich niedriger, nämlich bei nur rund einer Mrd. Euro, liegt diese Kennzahl in der Regel beim drittplatzierten Universal-Shareconcept BC. Der Fonds wurde 2001 von der Kreissparkasse Biberach initiiert und zunächst vor allem im Kreis der rund 700 Mitarbeiter vermarktet. Er stehe aber allen offen, betont Kurt Hardt. Anders als Rashed setzt der Leiter des Asset-Managements der Sparkasse eher auf Unternehmen mit einem hohen Substanzwert, die er außer in Deutschland bevorzugt in der Schweiz und in Österreich sucht. Unter dem Eindruck der sich verschlechternden Stimmung für Nebenwerte hat Hardt die Barreserve seines Fonds bereits im alten Jahr auf knapp 20 Prozent aufgestockt. Zudem stehen auch bei ihm defensive Branchen wie Pharma, Telekommunikation und Energieversorgung im Fokus. "Die nächsten Monate bleiben schwierig", sagt er.

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