Die besten Investmentfonds
Manager von Asienfonds mögen Infrastrukturwerte

Mit Aktienfonds, deren Schwerpunkt auf der Region Asien-Pazifik liegt, ließ sich 2007 gutes Geld verdienen. Dabei führten aber auch durchaus unterschiedliche Strategien zum Erfolg, wie das aktuelle Ranking für Aktienfonds in diesem Raum zeigt.

HAMBURG. Im Schnitt verbuchten die 127 Fonds dieser Kategorie, Aktienfonds pazifischer Raum ohne Japan, ein Plus von 24,78 Prozent, so das Ergebnis der Jahresauswertung von Feri Rating & Research (Tabelle).

Weitaus mehr als das Doppelte holten Anna Ho und Parameswhara Krishnan mit dem Carlson Fund Equity - Asian Small Cap heraus. Das Duo erwirtschaftete mit seinem Schwerpunkt auf kleine asiatische Unternehmen einen Wertzuwachs von 61,87 Prozent. Ähnlich hohe Wertzuwächse erzielten im vergangenen Jahr nur einige reinrassige China-Fonds. Angesichts der Portfoliozusammensetzung des Carlson-Fonds verwundert das Plus in vergleichbarer Größenordnung nicht: "Wir waren extrem stark in Hong Kong und China übergewichtet", sagt Ho. Rund 55 Prozent der Aktien stammen aus dieser Region. Auch Indien spielt im Fonds mit einer Gewichtung von 36,5 Prozent eine zentrale Rolle. "Diese Positionierung hat sich vor allem seit August ausgezahlt, als der chinesische Markt für Nebenwerte sich schwächer entwickelte", sagt Ho. Außer den beiden genannten Regionen hält sie lediglich noch eine knapp vierprozentige Position aus Singapur.

Von einer so starken Länderkonzentration ist das Portfolio des auf Rang zwei liegenden Invesco Asia Infrastructure Fund deutlich entfernt: Fondsmanagerin Maggie Lee verteilt ihre Engagements auf neun Regionen. Anders als die Manager des Carlson-Spitzenreiters setzt sie klare Branchenschwerpunkte und investiert ausschließlich in Unternehmen, die vom Nachholbedarf Asiens bei Infrastrukturprojekten profitieren. Die Ausrichtung macht sich Lee zufolge auch im neuen Jahr bezahlt: "Unternehmen aus diesem Segment rücken für Investoren in der aktuellen Marktlage stärker in den Fokus, da sie weniger anfällig für eine globale Konjunkturschwäche sind."

Die Aussichten für die Binnenwirtschaft der Region beurteilt die Invesco-Managerin als positiv. "Viele Anzeichen sprechen für eine Entkoppelung Asiens von der globalen Konjunkturlage", sagt sie. Das gelte insbesondere für den Infrastruktursektor, der auf Jahre hinaus sehr gute Perspektiven biete.

Schwieriger sieht dagegen Ho das Umfeld für die von ihr bevorzugten kleineren Unternehmen: "In Phasen mit hoher Schwankungsintensität stehen diese Aktien unter Druck. Im Jahresverlauf rechnen wir jedoch mit einer Entspannung der Marktlage". Auch Ho setzt mit einem Teil des Portfolios auf die Infrastruktur-Karte und wurde zuletzt vor allem in Indien fündig. Als Beispiel nennt sie die indische Firma Sintex, die sich auf Fertigbaumodule im Wohnungsbausektor spezialisiert hat.

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