Die besten Investmentfonds
Rohstoff-Fonds schwächeln zum Jahresende

Rohstoffe sind eine Form der Geldanlage, die zwar Gewinne verspricht, andererseits aber auch Risiken birgt, da die Wertentwicklung quasi unberechenbar ist. Mit diesen Problemen müssen sich auch Fondsmanager auseinandersetzen. Dies zeigt auch das Ranking der besten Aktienfonds für Rohstoffe.

HAMBURG. Der Rohstoffsektor ist eine sehr volatile Anlageklasse", sagt Jürgen Ganßleben. Der Berater des G&P Exploration & Mining weiß davon ein Lied zu singen: So brach die in seinem Portfolio zu den größten Positionen gehörende Aktie des kanadischen Explorationsunternehmens Nova Gold am 26. November um 55 Prozent ein. "Die Gesellschaft stand kurz vor dem Start einer umfangreichen Erschließung", sagt Ganßleben. Eine erneute Kalkulation, bei der die Kosten auf das Doppelte veranschlagt worden seien, habe das Aus bedeutet.

Für das hohe November-Minus seines Fonds von 17,55 Prozent führt das Vorstandsmitglied beim Frankfurter Vermögensverwalter Gebser & Partner zudem einen saisonalen Sondereffekt an: "In Kanada, wo wir zu 85 Prozent investiert sind, kommt es im November aus steuerlichen Gründen immer wieder zu hohen Anteilsverkäufen, dem sogenannten Tax-loss selling effect", erläutert der Fondsberater. Dies bescherte dem G&P Exploration & Mining ein Zwölf-Monats-Minus von 3,37 Prozent und ließ ihn auf Rang 60 von 63 bei Feri Rating & Research gelisteten Rohstofffonds abrutschen (Tabelle).

Den als Senior Explorer bezeichneten Gesellschaften, die existierende Lagerstätten zu Minen entwickeln, räumt Ganßleben auf mittlere Sicht glänzende Chancen ein: "Angesichts einer zunehmenden Rohstoffknappheit ist mit kurstreibenden Übernahmen dieser Unternehmen durch Produzenten zu rechnen." Dem drastischen Einbruch vieler im Fonds enthaltener Aktien kann Ganßleben auch positive Aspekte abgewinnen: Platze ein geplantes Großprojekt, stagniere das Angebot des entsprechenden Rohstoffs vorerst und der Preis bleibe hoch. Einen ähnlichen Effekt hätten Übernahmeaktivitäten im Metallsektor, beispielsweise der Kauf von Rio Tinto durch BHP Biliton.

Minenunternehmen dieser Größe hält der auf Explorationsfirmen fokussierte Fondsberater grundsätzlich nicht im Portfolio. Im milliardenschweren Klassiker MLIIF World Mining von Blackrock bilden derartige Titel dagegen den Schwerpunkt. Mit dieser Ausrichtung konnte der Fonds auch per Ultimo November seine Spitzenstellung behaupten, auf Sicht von zwölf Monaten verbuchte er ein Plus von 52,82 Prozent. Auch sonst fährt Merrill Lynch-Manager Evy Hambro eine andere Strategie als Ganßleben: So spielen beispielsweise Goldaktien mit einer Gewichtung von zwölf Prozent lediglich eine untergeordnete Rolle, während der G&P-Manager rund 50 Prozent des Fondsvermögens in diesem Segment hält. Diesem Rohstoff traut Ganßleben auch im kommenden Jahr einiges an Potenzial zu: "Die Kreditkrise wird noch lange anhalten und die Nachfrage nach Gold weiter beflügeln."

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