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Schwache Börse drückt Ergebnisse von Japan-Fonds

Während die Börsen in den USA und Europa derzeit stetig darum kämpfen, einen Weg aus der Krise zu finden, sieht es auch an den asiatischen Märkten nicht besser aus. Gerade der japanische Nikkei-Index musste zuletzt starke Verluste hinnehmen. Das dies sich natürlich auch auf Japan-Fonds auswirkt, zeigt das aktuelle Ranking in dieser Sparte.

HAMBURG. An der Börse in Tokio scheint derzeit kein Ende der Talfahrt in Sicht. Obwohl der Markt bereits 2007 zu den weltweit schwächsten Börsenplätzen gehörte, raste der Nikkei 225 in der vergangenen Woche zwischenzeitlich ähnlich ungebremst in die Tiefe wie die Indizes in Europa und Restasien. Nach Einschätzung von Yoshito Tsubota von der Tokioter Vermögensverwaltung Diam International dürfte allerdings das Schlimmste überstanden sein. "Wir erwarten 2008 für Japan trotz der Rezessionsängste in den USA ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent, da die Nachfrage aus Asien diesen Negativ-Effekt größtenteils aufheben dürfte", so der Manager des Callander Fund Japan New Growth.

Im vergangenen Kalenderjahr bewies Tsubota für den Fonds der Gesellschaft Callander Managers ein geschicktes Händchen bei der Titelauswahl: Mit einem moderaten Minus von 8,22 Prozent belegt er unter 126 Konkurrenten den Spitzenplatz (Tabelle). Zum Vergleich: Im Durchschnitt verbuchten die bei Feri Rating & Research gelisteten Fonds mit Anlageschwerpunkt Japan einen mehr als doppelt so hohen Verlust.

Seinen Vorsprung führt Tsubota unter anderem auf die Übergewichtung von Maschinenbauaktien zurück. "Diese Titel dürften weiter von einer starken Nachfrage nach Infrastrukturinvestitionen aus den Bric-Ländern profitieren", sagt der Diam-Manager. Zuversichtlich gibt er sich auch für den Bereich Umwelttechnologie. So seien viele Firmen aus dem Bereich Filtertechnologien zur Wasseraufbereitung international sehr gut aufgestellt.

Bei der Titelauswahl bevorzugt Tsubota derzeit Aktien mit hohem Gewinnwachstum, die er aktuell mit 71 Prozent gewichtet. Generell will er sich aber nicht auf solche Titel festlegen: "Bei Auflegung 1999 war der Fonds als reines Growth-Produkt konzipiert, seit 2002 beschränkt er sich jedoch nicht mehr ausschließlich auf diesen Anlagestil", erklärt der Fondsmanager. Dagegen fokussiert sich der Japanese Value Equity von Morgan Stanley wie der Name bereits andeutet auf Substanzwerte. Manager Kunihiko Sugio konnte die Verluste im vergangenen Jahr im Vergleich zur Konkurrenz in Grenzen halten, was dem Fonds mit einem Minus von 10,59 Prozent Rang zwei einbrachte. Für das laufende Jahr gibt sich Sugio vorsichtig optimistisch: "Die Eigenkapitalrendite vieler japanischer Unternehmen ist gut, zudem sind die Aktien derzeit weit unter Wert zu haben", sagt der Morgan-Stanley-Manager.

Wie Tsubota hält er den Tiefpunkt in Tokio für erreicht und sieht eine Rezession in den USA nicht als größere Belastung. "Lediglich 20 Prozent der japanischen Exporte entfallen noch auf die USA", begründet er seine Einschätzung.

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