Die besten Investmentfonds
Schwellenländerfonds ohne Anzeichen von Schwäche

Von den zehn besten Schwellenländer-Aktienfonds der vergangenen zwölf Monate tragen sieben das Kürzel "Bric" im Namen. Das spricht für gute Anlagechancen in Brasilien, Russland, Indien und China, für die das Kürzel steht. Die Bandbreite der erzielten Ergebnisse reicht dabei von 46,83 bis 28,20 Prozent.

HAMBURG. Doch auch in kleineren Schwellenmärkten boten sich im Vergleichszeitraum günstige Investmentgelegenheiten, wie der drittplatzierte Robeco Emerging Stars Equities beweist. Dessen Manager Jaap van der Hart kann die Anlageregionen des Fonds frei wählen. In seinem Portfolio ist Südkorea mit knapp 23 Prozent das Land mit der höchsten Gewichtung. Indien kommt dagegen mit weniger als drei Prozent erst auf Platz neun.

Eine solch starke Abweichung vom Vergleichsindex MSCI Emerging Markets ist beim auf Rang vier liegenden Schwellenländerfonds der dänischen Fondsgesellschaft Jyske Invest nicht möglich. Im Portfolio von Fondsmanager Søren Nemec sind die vier großen Schwellenländer am stärksten vertreten. Die wichtigste Anlageregion ist derzeit Brasilien (16 Prozent), wichtigster Einzeltitel ist die brasilianische Ölgesellschaft Petrobras.

Energie ist der wichtigste Sektor im Jyske-Fonds. Robeco-Manager van der Hart setzt dagegen vor allem auf Finanzwerte. "Zudem profitiert der Fonds von unterbewerteten Technologiefirmen in Taiwan oder auch günstigen Rohstofftiteln in Russland", so van der Hart. Denn der Ausblick für die Schwellenmärkte bleibe günstig. Probleme sieht er bei Investments in Schwellenmarktwährungen, die sich im Gleichschritt mit dem US-Dollar entwickeln. "Der Ausblick für den US-Dollar ist aus technischer und fundamentaler Perspektive negativ." Grund dafür sei die Konjunkturschwäche in Amerika.

"Die aktuelle Krise wird die Schwellenmärkte aber nicht so hart treffen wie die Industriestaaten", sagt Jyske-Manager Nemec.
Exporteure in den Schwellenländern würden zwar unter der sinkenden US-Nachfrage leiden. "Doch die Regierungen der Schwellenländer erhöhen die heimische Nachfrage, unter anderem durch Infrastrukturprojekte. Die Russland-Story zum Beispiel wird vor allem vom Heimatmarkt angetrieben."

Bei russischen Aktien ist der Jyske-Fonds aktuell gegenüber dem MSCI Emerging Markets übergewichtet. "Wir investieren derzeit sehr stark in Firmen aus dem Stahlsektor", so Nemec. "Denn viele russische Stahlwerke sind vertikal integriert." Das heißt, sie erledigen vorgelagerte Produktionsstufen selbst und verfügen über eigene Vorräte. Nemec: "Daher sind diese Unternehmen international besonders wettbewerbsfähig und auch kaum von den derzeit hohen Weltmarktpreisen für Rohstoffe betroffen."

Autor: C. Hilmes, Das Investment

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