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Sparkassen-Fonds setzt auf steigende Rohstoffpreise

Auch wenn die Rohstoffpreise ständig steigen, die Nachfrage sank dadurch bislang nicht. Die Aktienbeimischung von Ölservice-Firmen und Minenbetreibern zahlt sich für Anleger aus - dies zeigt auch der Vergleich von Absolute-Return-Fonds.

HAMBURG. Mehr Geld für Benzin, Gas, Baustoffe und neuerdings auch für Lebensmittel - ein Teufelskreis für Verbraucher, der auf ein und dieselbe Ursache zurückgeht: die zunehmende Verknappung endlicher wie nachwachsender Rohstoffe. Geändert am Nachfrageverhalten hat der Engpass bislang jedoch wenig. "An Tankstellen und auch an Flughäfen etwa herrscht Business as usual", sagt Michael Welter. Der Berater des bei der HSBC-Tochter Inka aufgelegten Investmentfonds Stadtsparkasse Düsseldorf-Absolute-Return zieht daraus einen einfachen Schluss: "Die Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht, und deshalb werden die Rohstoffpreise in den kommenden Jahren weiter anziehen."

Folgerichtig investiert Welter derzeit auf der Aktienseite nahezu ausschließlich in Unternehmen, die von einem solchen Szenario profitieren - wie etwa die Öldienstleister Schlumberger, Halliburton und Transocean oder der Minenbetreiber Goldcorp. Bezogen aufs Gesamtvermögen beträgt der Anteil der oft sehr volatilen Rohstofftitel mittlerweile knapp 22 Prozent. Der überwiegende Rest des Portfolios besteht dagegen aus vergleichsweise risikolosen Euro-Renten mit kurzer Restlaufzeit, denn Welters Fonds soll - wie es der Namenszusatz Absolute Return andeutet - Verluste auf Zwölf-Monats-Sicht nach Möglichkeit vermeiden.

In der jüngsten Abrechnungsperiode per Ende September hat Welter sein Ziel erreicht. Auf Monatssicht leicht bergab ging es lediglich im August, als der Anteilspreis um 0,79 Prozent nachgab. Unter dem Strich steht jedoch ein Wertzuwachs von 9,74 Prozent, womit der Stadtsparkasse Düsseldorf-Absolute-Return in seiner Vergleichsgruppe den Spitzenplatz belegt (siehe Tabelle). "Wir versuchen Chancen an den Aktienmärkten zu nutzen, erhöhen aber in schwierigen Zeiten die Barreserve oder sichern unsere Bestände ab", sagt Welter. Derzeit bleibe er in der Defensive und warte die nächste Sitzung der US-Notenbank ab. Die Chance, von steigenden Rohstoffpreisen zu profitieren, haben Mickael Benhaim und David Bopp nicht.

Die Manager des Pictet EUR Turbo Income dürfen den Anlagebedingungen zufolge ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Dort nutzen sie insgesamt zehn verschiedene Strategien, die aber in der Summe in den vergangenen zwölf Monaten lediglich einen Wertzuwachs von 0,77 Prozent abwarfen. "Trotz bester Ratingnoten haben einige unserer Beteiligungen unter den Auswirkungen der US-Immobilienkrise gelitten", sagt Benhaim. Auch in früheren Zwölf-Monats-Zeiträumen blieb der in den vergangenen Monaten unter Mittelrückflüssen leidende Fonds allerdings hinter den Erwartungen zurück.

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