Die besten Mischfonds meiden Aktien
Strategen bessern mit Immobilien die Rendite auf

Die defensiv anlegenden Mischfonds brachten ihre Anteilseigner nur mit Verlust durch die vergangenen zwölf Monate. Im Durchschnitt rentiert die Fondskategorie mit knapp acht Prozent p.a. im Minus. Weder Kassebestand noch Festverzinsliche sorgten für genügend Wertentwicklung, um Verluste in anderen Anlagen wieder wettzumachen.

FRANKFURT. "Die meisten defensiven Mischfonds haben eine starre Aktienquote zwischen 25 und 30 Prozent", sagt Christian Michel von Feri Euro-Rating Services. Und die hat allen Produkten erheblich geschadet.

Besonders empfindlich sollte es in den vergangenen zwölf Monaten den W&W-Dachfonds-Immorent-BWI getroffen haben. Denn er setzt auf offene Immobilienfonds. Die jüngste Verkaufswelle ließ das verfügbare Kapital erheblich abschmelzen. Einzelne Fondsgesellschaften setzten daher die Anteilsrücknahme vorerst aus. Dem W&W-Produkt schadete das jedoch nicht.

Bis zu sechs Prozent Jahresrendite konnte Dachfondsmanager Carsten Riester dank offener Immobilienfonds einstreichen. "Wir konzentrieren uns in dem auf eine stabile Wertentwicklung ausgelegten Produkt bewusst auf offene Immobilien- und Rentenfonds sowie auf Kasseanlagen. Aktienrisiken werden explizit ausgeschlossen", sagt Riester. Künftig will er aber auch von den neuen Marktbewertungen an den Börsen profitieren: "Wir bauen jetzt vorsichtig Positionen in offensiveren Rentenfonds auf."

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