Die größten deutschen Aktienfonds
Deutschland-Fonds bringt Fidelity nach vorn

Der Club der "Großen Zehn" unter den deutschen Aktienfonds hat ein neues Mitglied: den Fidelity Germany. Der von Alexandra Hartmann gemanagte Fonds hat sein Volumen dank massiver Zuflüsse in nur einem Jahr mehr als verzehnfacht und sich mit einem per Ende November ermittelten Zwölf-Monats-Plus von 31,54 Prozent prompt an die Spitze der Schwergewichte gesetzt. Unter allen 96 vom Analysehaus Feri untersuchten Deutschland-Fonds belegt der Fidelity Germany aktuell Rang zehn (siehe Tabelle).

HB HAMBURG. Fidelity zufolge wurde der neue Anleger-Liebling vor allem über Banken verkauft, gefolgt von unabhängigen Finanzberatern und Vermögensverwaltern. Für die Kunden aller drei Zielgruppen soll sich das Investment auch 2006 lohnen, verspricht Hartmann: "Zum einen sehen wir - unterstützt durch den derzeit stattfindenden Generationenwechsel in den meisten Vorstandsetagen der großen Konzerne - eine für Deutschland sehr wichtige Mikro-Revolution", sagt die Fidelity-Managerin. Dies bedeute, dass auf Unternehmensebene eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes stattfinde, die die internationale Konkurrenzfähigkeit der Firmen erhöhe. Diese Entwicklung ermögliche es vielen Unternehmen, nun wieder Aufträge zu gewinnen, die sie noch vor ein paar Jahren hätten ablehnen müssen. Zum anderen seien deutsche Firmen in ihrer Gesamtheit weniger profitabel als ihre europäischen Nachbarn. "Hier findet derzeit ein Aufholprozess statt, der zu höherem Gewinnwachstum und Kurspotenzial führt", erklärt die Fondsmanagerin.

Hartmann ist eine ausgewiesene Stockpickerin. Von Frankfurt aus sucht sie nach großen und kleinen Unternehmen mit guten Gewinnaussichten. Dabei nutzt die Fondsmanagerin die Analysen des paneuropäischen Research-Teams von Fidelity, das mit rund 50 Analysten und 30 Fondsmanagern eines der größten der Branche ist. Zudem besucht sie fast alle der etwa 35 bis 50 im Portfolio vertretenen Firmen persönlich. Ganz anders ist der Ansatz des Dax-Ex von Indexchange. Der börsengehandelte Indexfonds bildet den Dax nach, Research und Firmenbesuche sind dafür nicht nötig. Beliebt ist der Deutschland-Fonds trotzdem: In nur fünf Jahren ist sein Volumen von null auf 2,7 Mrd. Euro gestiegen. Dass der Dax-Ex mit einem Plus von 26,8 Prozent 2005 nur im Mittelfeld seiner Vergleichsgruppe landete, ist laut Indexchange-Vorstand Götz Kirchhoff nicht verwunderlich: "Wir sind dort gut aufgehoben. Mehr als den Dax treffen wollen wir nicht." Bei einem perfekten Markt müsste sich ein Indexfonds immer im Mittelfeld seiner Kategorie befinden, weil er ja schließlich nur den Markt abbilde - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kirchhoff rechnet darum auch in diesem Jahr mit steigenden Zuflüssen. "Seit Auflegung hat der Fonds jedes Jahr 50 Prozent oder mehr Geld eingesammelt als im Vorjahr."

Autorin: Astrid Lipsky, Der Fonds

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%