Die Kluft kann überwunden werden
Wie Private-Equity-Häuser und Mittelstand zusammenfinden

Die Situation ist geradezu grotesk: Während zahlreiche mittelständische Unternehmen Finanzierungsprobleme haben, finden eine Vielzahl von Private-Equity-Gesellschaften nur unzureichend Einsatzmöglichkeiten für das ihnen zur Verfügung stehende Kapital.

HB DÜSSELDORF. Angesichts der immer noch viel zu geringen Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen fällt es selbst gestandenen Familienunternehmen schwer, bei ihrer Hausbank noch Investitionskredite zu bekommen. Nur wer genügend Eigenkapital ausweisen kann, bekommt Darlehen. Denn die Höhe des Eigenkapitals bestimmt die Verschuldensfähigkeit eines Unternehmens und damit auch den unternehmerischen Freiraum. Das Entwicklungspotenzial der Unternehmen bleibt als Kriterium bei Kreditfinanzierungen völlig außen vor.

Zumindest theoretisch stehen aber noch alternative Instrumente zur Verfügung, um mehr Liquidität in die Unternehmen zu bringen. Die Zurverfügungstellung von Eigenkapital in Form von Private Equity durch Dritte ist nicht neu, in Deutschland aber noch immer mit Vorbehalten verbunden, obwohl Private-Equity-Gesellschaften neben den erforderlichen finanziellen Mitteln durchaus Fantasie für die Weiterführung des Unternehmens mitbringen. Dies ist oftmals damit zu begründen, dass Mittelständler – gerade in der älteren Generation – noch nicht mit dem Thema vertraut sind oder die Befürchtung haben, dass ein Dritter die Kontrolle über das Unternehmen an sich reißen will. Durch die verschiedenen Ausrichtungen und Ziele auf Seiten mittelständischer Unternehmen einerseits und der Beteiligungsgesellschaften andererseits klafft jedoch trotz langsamer Akzeptanz von Private Equity zwischen dem Kapitalbedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) und dem zu vergebenden Kapitalvolumen eine eklatante Lücke. Erfahrungsgemäß sind es gerade Volumina zwischen 500 000 und drei Mill. Euro, die benötigt werden. Viele Beteiligungsgesellschaften investieren aber erst ab einem Volumen von fünf Mill. Euro. Der kleinvolumige Bereich wird daher kaum abgedeckt, obwohl Beteiligungsgesellschaften genügend Investitionskapital zur Verfügung haben. Grund ist, dass der Verwaltungsaufwand im Verhältnis zur erwarteten Rendite von den Kapitalgebern als zu gering eingestuft wird.

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