Die meisten Angebote verzeichnen Verluste
Zinserhöhungen setzen Euro-Rentenfonds zu

Trotz des wieder etwas freundlicheren Marktumfelds im Juli haben sich Euro-Rentenfonds noch nicht von den Zinserhöhungen der vergangenen Monate erholt. Auf Sicht von zwölf Monaten liegen sie nach wie vor überwiegend im Minus, wie der Blick auf die aktuelle Analyse von Feri Rating & Research zeigt.

HAMBURG. Demnach haben die 241 in dieser Kategorie gelisteten Produkte ein durchschnittliches Minus von 1,52 Prozent (Tabelle) erzielt. Unter den besten zehn Fonds der Vergleichsgruppe schaffte lediglich der FT-ABS-Plus von Frankfurt Trust ein Plus von mehr als zwei Prozent. Managerin Claudia Röring investiert schwerpunktmäßig in Asset Backed Securities – Forderungen, beispielsweise aus Kleinkrediten, die durch Verbriefung handelbar gemacht und gegenüber Staatsanleihen höher verzinst werden.

Auch ohne den Zinsvorteil dieser Papiere erwirtschaftete Helmut Paulus, mit dem von ihm betreuten TR Bond Invest I einen Wertzuwachs von immerhin 1,38 Prozent. „Das gute Ergebnis geht unter anderem auf die Absicherung des Portfolios durch Eurex-Renten-Futures zurück“, sagt der Leiter des Renten-Teams der zum genossenschaftlichen Bankenverbund gehörenden Fondsgesellschaft Union Panagora.

Paulus investiert vor allem in Pfandbriefe, die sich mindestens mit der zweithöchsten Rating-Note „AA“ schmücken dürfen. Unternehmensanleihen gehören dagegen ebenso wie ABS nicht zum Anlageuniversum des Fonds, der wie alle Produkte der Union Panagora nach einem rein quantitativen Ansatz gemanagt wird.

Die Ertragsaussichten für die kommenden Monaten beurteilt Paulus als gut, da er die Kapitalbindungsdauer (Duration) über Absicherungsgeschäfte auf null oder sogar in den negativen Bereich zurückfahren könne. Entsprechend positioniert würde der TR Bond Invest I bei fallenden Rentenkursen Gewinne erzielen, sagt der Fondsmanager. Privatanleger können davon aber nicht profitieren, da Union Panagora den Fonds ausschließlich institutionellen Investoren anbietet.

Beim Carmignac Sécurité ist der Einstieg dagegen problemlos möglich. In der aktuellen Feri-Statistik belegt dieser in Frankreich aufgelegte Fonds mit einem Wertzuwachs von 0,54 Prozent derzeit einen respektablen siebten Platz. „Das gute Abschneiden verdanken wir vor allem der rechtzeitigen Umschichtung in kürzere Laufzeiten“, sagt Carmignac-Manager Frédéric Leroux, der aktuell rund 40 Prozent des Fondsvermögens in Kurzläufern hält. Weitere 25 Prozent des Fondsvermögens sind in Firmenbonds investiert. Für die kommenden Monate rechnet Leroux anders als Paulus, der lediglich von einer leicht nach oben gerichteten Seitwärtsbewegung ausgeht, mit weiteren Zinserhöhungen.

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