Direktkauf soll Inflationsschutz bieten – Chinas Nachfrage stützt den Markt
Rohstoffe feiern Renaissance als wichtige Depotbestandteile

Rund 20 Jahre lang haben sich Investments in Rohstoffe kaum gelohnt. Doch die Zeiten ändern sich: Schon seit Anfang 2000 ziehen die Preise kräftig an. Edelmetalle wie Gold und Silber legten massiv zu, aber auch bei Kupfer, Platin oder Öl gibt es ständig neue Höchststände. Und ein Ende der Rallye ist nicht abzusehen.

HB DÜSSELDORF. Für Stefan Armbruster, Director X-Markets bei der Deutschen Bank, kommt die Kehrtwende auf den Märkten keineswegs überraschend. „Bis zum Ende der 90er Jahre war die Rohstoff-Nachfrage der Industrieländer recht statisch, die Hersteller haben ihre Produktion daran angepasst. Es gab keinen Grund, mehr oder weniger zu fördern. Deshalb entwickelten sich die Preise relativ regelmäßig. Doch im Jahr 2000 zog die Nachfrage der asiatischen Länder stark an, die Hausse begann.“

Urheber der Rallye in Asien waren vor allem die Chinesen. In den letzten zehn Jahren wuchs das Bruttoinlandsprodukt des Landes im Schnitt um 9,3 Prozent, mehr als 350 Mill. Staatsbürger verfügen inzwischen über ein Pro-Kopf-Einkommen von 2 000 bis 2 400 US-Dollar. Die Nachfrage nach Rohstoffe steigt insgesamt an. „Da die Chinesen nicht genügend eigene Abbau-Kapazitäten haben, ziehen sie ihren Bedarf von den Weltmärkten. Das lässt die Preise steigen“, sagt Evy Hambro, Fondsmanager bei Merrill Lynch.

Die jüngsten Wertentwicklungen honorieren viele Investmenthäuser, indem sie spezielle Rohstoff-Produkte auflegen. „Zurzeit sprießen sie wie Pilze aus dem Boden“, hat Bodo Gauer, Leiter Retail Produkt Management bei der DZ Bank, beobachtet. Sein Kollege Stefan Armbruster kann da nur zustimmen. „Für den Kleinanleger gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, in Rohstoffe zu investieren. Was noch vor Jahren ausschließlich Profis vorbehalten war, steht inzwischen auch ihnen zur Verfügung – beispielsweise der Handel an Terminmärkten.“

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