Dit Euro Bond Total Return liegt im Jahresvergleich hinter der Konkurrenz
Rentenfondsmanager bevorzugen Langläufer

Vielfalt ist bei Anlageprodukten wichtig für den Erfolg, heißt es. Auf den von der Dit-Schwestergesellschaft Pimco gemanagten Dit Euro Bond Total Return trifft dies derzeit nicht zu.

HAMBURG. So liegt der von Scott Mather betreute Fonds im Zwölfmonatsvergleich von Feri Rating & Research unter den zehn größten Euro-Rentenprodukten mit deutscher Vertriebszulassung deutlich hinter seinem hausinternen Konkurrenten Dit-Allianz Rentenfonds zurück - und das obwohl Mather ein weitaus breiteres Anlagespektrum zur Verfügung steht. Der Dit-Allianz Rentenfonds darf weder in Hochzins- noch in Fremdwährungsanleihen investieren; mindestens die Hälfte des Portfolios muss in deutschen Renten gehalten werden. Trotz dieser deutlich geringeren Zahl der Anlagealternativen liegt der Dit-Allianz Rentenfonds mit einem Minus von 0,65 Prozent vor seinem weit populäreren Konkurrenten, der mit einem Minus von 1,46 Prozent auf dem letzten Platz unter den zehn größten Euro-Rentenfonds rangiert (siehe Tabelle).

"Der Euro Bond Total Return war zu früh auf Zinssenkungen in den USA eingestellt", sagt Pimco-Rentenfondsexperte Mathieu Louanges, der den Dit-Allianz Rentenfonds managt. Auch die Wetten auf sinkende Zinsen in Großbritannien seien nicht aufgegangen, räumt Louanges ein. Als ebenfalls ungünstig habe sich die hohe Gewichtung von Kurzläufern erwiesen, während der Dit-Allianz Rentenfonds in den vergangenen Monaten von der Übergewichtung sehr langer Restlaufzeiten von mehr als 30 Jahren profitiert habe.

Auch Andrea Ueberschär setzt mit dem DWS Vermögensbildungsfonds R derzeit auf lange Laufzeiten, aber auch auf Kurzläufer. "In jüngster Zeit profitiert der Fonds mit dieser Ausrichtung von der Abflachung der Zinsstrukturkurve im Bereich zwischen zwei und zehn Jahren", sagt Ueberschär. Dennoch reicht es im Zwölfmonatszeitraum im Moment nicht für eine Spitzenplatzierung: Der Fonds belegt unter den Schwergewichten seiner Vergleichsgruppe mit einem Minus von 0,83 Prozent den drittletzten Platz. Ueberschär begründet das schlechte Abschneiden mit der Beimischung von auf ungarischen Forint und isländischen Kronen lautenden Anleihen. Generell stehen der Fondsmanagerin ähnlich viele Anlagemöglichkeiten wie Mather zur Verfügung; auch sie darf bis zu 25 Prozent des Portfolios in Fremdwährungsanleihen packen.

Laut Christian Michel stellen alle drei genannten Fonds eine gute Wahl für weltweit anlegende Euro-Rentenfonds dar. Der Feri-Analyst rät risikoscheuen Anlegern jedoch zum Dit-Allianz Rentenfonds. "Er überzeugt bei durchschnittlichem Risiko mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung", sagt Michel.

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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