Dit und Deka setzen auf erstklassige Emittenten
Fondsmanager mögen lange Bondlaufzeiten

An den Anleihemärkten geht es turbulent zu. Je nachdem, ob aktuelle US-Wirtschaftsdaten auf eine Konjunkturbelebung oder eher sinkende Dynamik deuten, fallen oder steigen die Kurse. In diesem Umfeld behaupten sich nur wenige der größten Euro-Rentenfonds.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Zu den Erfolgsprodukten zählt der Dit-Allianz Rentenfonds mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 4,19 Prozent. Der Fonds investiert in qualitativ hochwertige Euroanleihen. Diese müssen überwiegend in Deutschland ausgestellt sein. Manager Matthieu Louanges hält einen größeren Teil des Vermögens in Pfandbriefen und Staatsanleihen. Beim großen Anteil der Staatsanleihen hat Louanges nach eigenen Angaben Papiere mit langen Laufzeiten übergewichtet. Auf Grund von strukturellen Änderungen geht der Fondsmanager hier von einer großen Nachfrage durch Versicherungen und Pensionskassen aus. Nur Langläufer bieten laut Louanges ein für Versicherungen noch attraktives Renditeniveau.

Mit einem Plus von 3,79 Prozent liegt das Sparkassen-Flaggschiff RenditDeka ebenfalls auf einem guten Platz. Der Fonds investiert nur in erstklassige Anleihen mit Ratingstatus Investmentgrade. Peter Flöck von der Deka reduzierte zuletzt das Zinsrisiko des Fonds über Terminmarkttransaktionen. Denn nach der freundlichen Tendenz am Rentenmarkt rechnet er jetzt mit einer Korrektur. Die Renditeentwicklung in Euroland werde sich nicht von Amerika abkoppeln können, sagt er.

Laut dem unabhängigen Vermögensverwalter Gerd Bennewirtz werden es Rentenfonds wie beiden erwähnten mittelfristig schwer haben. Dafür sorge schon die hohe Deutschlandquote, denn fünfjährige Bundesobligationen rentierten nur mit 3,1 Prozent. Und wenn die europäischen Zinsen stiegen, brächen die Notierungen an den europäischen Rentenmärkten ein.

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