Drei Fragen an Martin Theisinger
"Klappern gehört zum Handwerk"

Werbung ist Teil der Marketingstrategie von Fonds. Sie gehört dazu, sollte aber nicht die Intelligenz der Anleger ausblenden, meint Martin Theisinger, Geschäftsführer von Schroder Investment.

Welche Rolle spielt der Vertrieb heutzutage im Fondsgeschäft?

In Deutschland werden Fonds zu rund 75 Prozent über Banken und zu 15 Prozent über Vermittler-Pools vertrieben. Damit nehmen Vermittler und Berater an der Schnittstelle zwischen Anbieter und Kunde eine entscheidende Rolle ein. Wir unterstützen Vermittler und Berater durch Trainings oder Produktinformationen. Vertrieb wird so zur Beratung.

Sind aufmerksamkeitsheischende Aktionen wie der Versand von Ölkanistern an die Banken, um auf Rohstoffe aufmerksam zu machen, nötig?

Klappern gehört natürlich zum Handwerk. Solche Aktionen sollten aber nicht ins Lächerliche abgleiten. Finanzdienstleistungen und Finanzprodukte sind ja nur etwas Besonderes, weil Geld emotional sehr besetzt ist. Für dieses sensitive Thema ist auch Werbung möglich. Wir machen dies gemeinsam mit unseren Partnern und legen mit diesen die Aktionen fest. Die Vertriebspartner kennen ihre Kunden und wissen am besten, welche Werbung dort passt.

Lassen sich Anleger langfristig von reinen Aktionen in ihrer Anlageentscheidung beeinflussen - oder braucht es dazu mehr?

Es gibt sicher Modethemen. Aber gerade in Deutschland haben wir mit dem Neuen Markt oder der Telekom gesehen, wohin Werbung führt. Langfristig sollte der Kunde sich von seinem Berater informieren und leiten lassen. Ich habe hier Vertrauen in die langfristige Intelligenz des Anlegers.

Die Fragen stellte Arne Gottschalk.

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