DWS und JP Morgan Fleming konzentrieren sich in Lateinamerika auf zwei Länder
Fondsprofis glauben an Brasilien

DWS- Fondsmanager Rainer Vermehren und Portfoliomanagerin Kerrie McEwen von JPMorgan Fleming sind von brasilianischen Aktien angetan: Mit rund 45 bzw. 48 Prozent ist das Land in den von ihnen betreuten Fonds klar übergewichtet.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das scheint sich bezahlt zu machen. In der Tabelle der Fonds für lateinamerikanische Aktien liegt der DWS Lateinamerika mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 32,29 Prozent immerhin an achter Stelle. Der JPMorgan Fleming Investment Funds – Latin America Select Equity A kommt mit 30,75 Prozent auf Platz zehn. DWS-Mann Vermehren bleibt optimistisch für Brasilien: „Von über 40 Prozent ist der Leitzins auf etwa 18 Prozent gefallen, und es geht weiter – das hilft der heimischen Wirtschaft.“ McEwen ist der gleichen Meinung und ergänzt: „Brasilianische Aktien sind attraktiv bewertet und sollten vom fallenden Zinsniveau und einem stärkeren Wachstum 2004 profitieren.“ Vor allem wachstumssensitive Titel wie der Flugzeugbauer Embraer sind im JPMorgan-Fonds übergewichtet, im DWS-Fonds eher Versorgerwerte. In Mexiko ist der DWS-Experte mit etwa 35 Prozent neutral eingestellt. „Lebensstandard und Löhne sind dort stark gestiegen“, sagt Vermehren, „deswegen wird die Produktion zunehmend nach Asien verlagert“. Und auch der schwächelnde Peso sei ein Problem. Im JPMorgan- Fonds ist Mexiko mit 42 Prozent dennoch übergewichtet. McEwen glaubt: „Mexiko hat einige gute Firmen und profitiert von der wirtschaftlichen Erholung in den USA.“ Doch auch sie sieht in der Konkurrenz Chinas eine Herausforderung für Mexiko.

Einig sind sich die Fondsmanager beim Thema Chile. „Die Bewertungen dort sind eher teuer“, sagt beispielsweise McEwen zur Quote von lediglich 6 Prozent. DWS-Mann Vermehren hält dort nur 8 Prozent der Gelder. „Lateinamerika-Fonds müssen scheinbar nur die Münze werfen, um ihre Länderaufteilung festzulegen“, beurteilt Fondsexperte Gerd Bennewirtz von SJB Fondsskyline die Fondspolitiken. „Auf der einen Seite ist Brasilien, auf der anderen Mexiko, und Chile ist der Rand.“

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