Dynamische Asset-Allocation-Fonds ergänzen traditionelle Asset-Klassen
Alternative Investments liefern Zusatzerträge

Institutionelle Anleger stecken vielfach in einem Dilemma. Historisch niedrige Zinsen und Risikobudgets, die keine substanzielle Erhöhung der Aktienquote erlauben, lassen eine künftige Portfoliorendite von fünf bis sechs Prozent ambitioniert erscheinen: So gewinnen Alpha-Erträge und Risikokontrolle an Bedeutung. In dieser Lage genießen Anlageformen wie Hedge-Fonds, Private Equity, Reits und Portable-Alpha-Strategien große Aufmerksamkeit.

HB KÖLN. Diese Alternativen Investments (AIs) müssen als Portfoliobausteine in ein umfassendes Asset-Allokations-Konzept integriert werden. Die Grundkonzeption und aktive Steuerung orientiert sich an zwei Parametern: den Rahmenbedingungen des Anlegers mit Renditeziel und Risikobudget sowie dem Anlagekonzept und dessen dynamischer Steuerung anhand fundamentaler Kapitalmarkteinschätzungen.

Anlagekonzept und Strukturierung der Anlagesegmente stehen permanent auf dem Prüfstand. Wenn sich das Risikobudget vergrößert, kann in Portable-Alpha-Strategien investiert werden. Diese Strategien können mit einem bescheidenen Risikobudget von rund fünf bis zehn Prozent des Gesamtportfolios ein substanzielles Alpha von 50 bis 100 Basispunkten erzielen. Zudem erfolgt die Beta-Steuerung – also die Marktrisiko-Steuerung – konfliktfrei zu den Alpha-Komponenten zu minimalen Transaktionskosten auf Gesamtfondsebene.

Die Renditeverteilungseigenschaften von AIs stellen hohe Anforderungen an die Portfoliokonstruktion und Risikosteuerung auf Gesamtfondsebene. Zur Bestimmung des optimalen Anteils von AIs und zur Risikosteuerung des Gesamtfonds eignen sich kundenspezifische Simulationsrechnungen für unterschiedliche Portfoliostrukturen. Alternative Assets werden dabei auch über höhere Verteilungsmomente modelliert, mit denen die spezifischen Charakteristika erfasst werden können. Das so gewonnene fondsspezifische Ertrags- und Risikoprofil hilft bei der maßgeschneiderten Konzeption und Steuerung der Anlagestrategie. Die Ergebnisse dienen Kunden zudem zur eigenen Risikosteuerung und Berichterstattung an die eigenen Gremien.

Die Diversifikationsvorteile eines großen Spektrums von Asset-Klassen, die Nutzung von zusätzlichen Alpha-Potenzialen und eine übergeordnete dynamische Risikosteuerung sind also die entscheidenden Faktoren für den Anlageerfolg. Mit der Integration von AIs können in einer Welt kleiner „Zins-Zahlen“ und unter Einhaltung definierter Risikobudgets deutlich attraktivere Zielrenditen erreicht werden. Wesentlich dafür ist eine dynamische Asset Allokation des Gesamtfonds. Denn die Portable-Alpha-Strategien können heutzutage unter dem Dach des normalen Spezialfonds dargestellt werden.

Bernd Borgmeier ist Sprecher der Geschäftsführung und CIO von Oppenheim Asset Management in Köln.

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