Eidgenössische Fondsmanager punkten mit Firmen aus der zweiten Reihe
Schweizer Strategen stark in Deutschland

Deutsche Firmen aus der zweiten Reihe laufen den Dax-Unternehmen weiter den Rang ab. Der CS Equity Small Cap Germany von Credit Suisse und der UBS Equity Small Caps Germany ließen dabei der deutschen Konkurrenz im Zwölf-Monats-Vergleich keine Chance. Da sieht man es der UBS nach, dass sie ihren Fonds im Internet noch als Sammelbecken für „innovative Wachstumstitel des Neuen Markts“ präsentiert.

HB HAMBURG. Doch UBS-Manager Peter Ott setzte mehr auf Substanz als auf Wachstum. Zu den größten Positionen zählen Versicherungstöchter wie Axa oder Allianz Leben. Letztere überzeugt Ott vor allem durch die hohe Dividendenrendite (5,2 Prozent) und die Möglichkeit, dass die Mutter die frei umlaufenden Anteile eines Tages übernehmen könnte. Eine hohe Dividendenrendite sieht er auch als gute Versicherung, falls sich die Konjunktur und damit der Risikoappetit der Anleger abkühlt: „Es gibt an der deutschen Börse nach wie vor sehr interessante Nebenwerte, aber im Durchschnitt sind die Bewertungen im MDax und SDax in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gestiegen.“

Ott investiert in der Regel nur in ein Unternehmen, wenn die Marktkapitalisierung maximal 750 Mill. Euro beträgt. Großzügiger ist die Obergrenze beim CS Equity Small Cap Germany mit drei Mrd. Euro bemessen. Zu den größten Positionen im Portfolio von CS-Manager Felix Meier gehören unter anderem K&S, Vivacon, Rheinmetall und AWD. „Wir bevorzugen Firmen mit hohem Gewinnausweis und gesunder Bilanz“, sagt Meier. Er würdigt die deutschen Reformbemühungen – „Die Richtung weg vom absurd aufgeblasenen Wohlfahrtsstaat hin zu mehr Eigenverantwortung stimmt“ – und hält deutsche Small Caps weiter für aussichtsreich: „Sie sind zwar im Moment leicht teurer als Large Caps, aber dafür ist das Gewinnmomentum ebenfalls höher.“

Völlig konträr entwickelte sich das Portfolio des VCH Value Opportunities. Der vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser aufgelegte und von der VCH Investment Group betreute Fonds geriet 2004 in schwieriges Fahrwasser. Nach einem Minus von knapp 25 Prozent in sechs Monaten wurde das Beratungsmandat an die Kölner Vermögensverwaltung Phoenix Trust vergeben. Deren Manager haben sich laut VCH-Vorstand Michael Hallacker auf das Aufspüren von Firmen spezialisiert, die bei Innovationen eine Vorreiterrolle einnehmen.

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