Emerging-Markets-Experten bleiben Optimisten
Fondsmanager mögen Asiens Börsen

Auch nach deutlichen Anstiegen in diesem Jahr bleibt Fondsberater Patrick Wüest für die Schwellenländerbörsen zuversichtlich. Emerging Markets seien um über 20 % günstiger bewertet als die Börsen der Industrieländer, sagt der Experte der Vermögensverwaltersozietät Grossbötzl, Schmitz & Partner aus Zug in der Schweiz.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der von ihm betreute Kapitalfonds L.K.-Schwellenländer- Unterfonds lege das Hauptaugenmerk auf der Auswahl günstiger Aktienmärkte, erläutert er. In den 12 Monaten bis Ende Oktober erwirtschaftete das Produkt einen Wertgewinn von 36,67 %. Das bedeutet Platz sieben in der Hitliste der Emerging-Markets-Aktienfonds.

Wegen der günstigen Bewertungen bleibt auch Tom Rodwell von Pictet Asset Management für die Emerging Markets optimistisch und traut ihnen im kommenden Jahr eine Fortsetzung der Outperformance gegenüber den entwickelten Märkten zu. Rodwell ist Co-Fondsmanager des Pictet Funds - Emerging Markets P, der mit einem wertorientierten Stock-Picking-Ansatz ein Plus von 36,16 % erzielte und damit den achten Platz belegt.

Gute Chancen sehen die Fondsspezialisten weiterhin in der stark wachsenden asiatischen Region und haben diese prominent in den Portfolios gewichtet. Fondsberater Wüest setzt nach eigenen Angaben in Asien verstärkt auf Südkorea. Schwergewicht unter den Einzeltiteln ist der südkoreanische Elektronikriese Samsung Electronics. Pictet-Mann Rodwell baut auf Übergewichtungen an den Märkten in Indonesien, Philippinen und Thailand. So gefallen ihm an der thailändischen Börse in Bangkok attraktiv bewertete Aktien von Immobiliengesellschaften wie Sansiri.

Nach Meinung von Alice Segschneider, Leiterin Research bei der Fondsrating-Agentur Lipper, zeigen beide Produkte, „dass an den Schwellenländer-Börsen mit ganz unterschiedlichen Management-Ansätzen überzeugende Ergebnisse geliefert werden können“.

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