Emissionen bleiben hinter Erwartung zurück
Hedge-Fonds tun sich in Deutschland schwer

Mit dem zum 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Investmentmodernisierungsgesetz versuchte der damalige Bundesfinanzminister Hans Eichel, Deutschland zu einem modernen und wettbewerbsfähigen Finanzplatz zu machen.

HB FRANKFURT. Die Resultate dieser Bemühungen sind, was Hedge-Fonds angeht, bis heute eher bescheiden. Das in Deutschland in Hedge-Fonds-Produkte investierte Kapital wird auf noch nicht einmal 20 Mrd. Euro geschätzt. Zum Vergleich: Ende Oktober verwaltete die deutsche Fondsbranche 1 137 Mrd. Euro Anlegergeld. Bei den Hedge-Fonds kommt noch hinzu, dass 90 Prozent dieser 20 Mrd. Euro in Zertifikate investiert sind, die meist die Wertentwicklung von Hedge-Fonds-Indizes abbilden. Bleiben also unter dem Strich also magere zwei Mrd. Euro, die in deutsche Hedge-Fonds geflossen sind.

Die Zertifikate haben den Vorteil, dass sie das gesamte Universum unterschiedlicher Hedge-Fonds-Strategien nutzen können. Die Resultate dieser oft mit hohen Gebühren belasteten Zertifikate lassen aber meist viele Wünsche offen.

Die Emission von Hedge-Fonds oder Hedge-Fonds-Dachfonds nach deutschem Recht ist bis heute deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ein Grund für die Zurückhaltung der Kapitalanlagegesellschaften und Banken ist in steuerlichen Regelungen sowie in Transparenzvorgaben zu sehen. Gerade die wirklich erfolgreichen der weltweit insgesamt rund 8 000 Hedge-Fonds sind nicht bereit, die in Deutschland gestellten Anforderungen zu erfüllen.

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