Energiefonds
Minenwerte bringen Rohstoff-Fonds hohe Erträge

Rohstoff-Fonds ist nicht gleich Rohstoff-Fonds. Die Analysegesellschaft Feri Rating & Research zählt in diese Vergleichskategorie zwar auf Energiewerte spezialisierte Produkte ebenso wie Fonds, die ihren Schwerpunkt auf Unternehmen der Grundstoffindustrie setzen. Diese Teilbereich sind jedoch durchaus unterschiedlich.

HAMBURG. Wie unterschiedlich, zeigt der Blick auf zwei börsengehandelte Indexfonds der Münchener Gesellschaft Indexchange: Zwischen dem aktuellen Zwölf-Monats-Spitzenreiter, einem Indexfonds auf den DJ Stoxx 600 Basic Resources, und dem Fonds auf den DJ Stoxx 600 Oil & Gas auf Rang 45 klafft eine Differenz von 46 Prozentpunkten (siehe Tabelle).

Der DJ Stoxx 600 Basic Resources profitierte in den vergangenen Monaten unter anderem von den starken Kurszuwächsen der Index-Schwergewichte Anglo American und Rio Tinto. Beide Titel machen zusammen rund 40 Prozent aus und legten im Vergleichszeitraum um 57 bzw. 49 Prozent zu. Die auf die Gewinnung von Kohle, Blei, Kupfer und Zink spezialisierte und mit rund sechs Prozent gewichtete Gesellschaft Xstrata verbuchte sogar ein Kursplus von 90 Prozent.

Der DJ Stoxx 600 Oil & Gas litt dagegen unter der vergleichsweise schwachen Wertentwicklung von Royal Dutch Shell, Total und BP, die zusammen mit rund 70 Prozent gewichtet sind und lediglich Kurszuwächse im einstelligen Bereich verzeichneten. Die Kurseinbußen von Repsol, Technip und Maurel et Prom haben den Index und damit auch den Fonds, der noch im Januar ein Zwölf-Monats-Plus von annähernd 40 Prozent aufwies, zusätzlich belastet.

Nach Einschätzung von Michael Hallacker bleiben die Aussichten für Rohstoff-Fonds generell weiter positiv. "Allerdings ist zu berücksichtigen, dass mit einer Beruhigung der politischen Lage im Nahen Osten eine Stabilisierung des Ölpreises auf niedrigerem Niveau nicht auszuschließen ist", sagt der Vorstandsvorsitzende der VCH Investment Group in Frankfurt.

Der von VCH aufgelegte und von Wolfgang Mayr betreute VCH Expert Natural Resources belegt derzeit mit einem Wertzuwachs von 47,11 Prozent den vierten Platz in seiner Vergleichsgruppe. Das gute Abschneiden führt Hallacker unter anderem darauf zurück, dass die Engagements im Energiesektor zu Beginn dieses Jahres heruntergefahren wurden. "Wir haben diese Branchenposition von 45 auf aktuell 27 Prozent reduziert und den Anteil der Metallwerte auf 43 Prozent aufgestockt", erläutert Hallacker.

Weitere 30 Prozent des Portfolios seien in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Nahrungsmittel investiert. "Dort sehen wir noch jede Menge Potenzial, da die Kurse der entsprechenden Unternehmen trotz guter Perspektiven bislang nur moderat gestiegen sind", sagt Hallacker.

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