Entscheidung der BaFin: Garantiefonds erlaubt

Entscheidung der BaFin
Garantiefonds erlaubt

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat per sofort Garantiefonds in Deutschland zugelassen. Entsprechende Details zur Eigenkapitalunterlegung wurden geklärt. Die Branche bleibt jedoch skeptisch: Weiterhin bestünden steuerliche Nachteile.

ina FRANKFURT. Nach Einschätzung des Fondsverbandes BVI und großer Anbieter ist es unklar, ob entsprechende Produkte demnächst aufgelegt werden, da weiterhin steuerliche Nachteile gegenüber dem Standort Luxemburg bestehen. Die DWS beispielsweise will sich weiterhin in erster Linie auf ihre Luxemburger Dependance stützen.

Deutsche Anbieter lancieren diese beliebten Produkte bisher über ihre Luxemburger Niederlassungen, um sie von dort aus anschließend den heimischen Kunden anzubieten. Derzeit sind rund 15 Mrd. Euro in Garantiefonds investiert. Allein im vergangenen Jahr flossen diesen Produkten rund vier Mrd. Euro netto zu.

Bei deutschen Garantiefonds wäre jährlich eine Zinsabschlagsteuer auf die thesaurierten (einbehaltenen) Erträge abzuführen. Dies ist bei Luxemburger Garantiefonds nicht erforderlich. Der BVI setzt sich daher für steuerliche Gleichbehandlung ein, das heißt für eine Besteuerung erst bei Anteilsrückgabe.

Luxemburg hat seine Position auch durch ein Gesetz über Spezialfonds gestärkt – ebenfalls verbunden mit Steuervorteilen gegenüber Deutschland. Diese Produkte zielten ursprünglich auf institutionelle Investoren. Luxemburg ermöglicht die Auflage von individuellen Spezialfonds für vermögende Privatanleger ab 1,25 Mill. Euro (Handelsblatt vom 19.2.). Mit Blick auf die individuellen und kostengünstigen Gestaltungsmöglichkeiten kündigte Frankfurt-Trust als erstes Fondshaus gestern entsprechende Angebote an.

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