Erfolg mit antizyklischen Investments
Fondsmanager entdecken Ford und General Motors

Der Name der US-Investmentgesellschaft Brandes Investment Partners fällt selten in der Öffentlichkeit und ist in Deutschland nahezu unbekannt.

HAMBURG. Doch in dieser Ruhe liegt Kraft, denn der Brandes US Equities Fund hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Wertentwicklung von knapp 20 Prozent erreicht. In der Vergleichsgruppe für Aktienfonds Nordamerika liegt er damit auf dem ersten Platz (Tabelle).

Der im Team gemanagte Fonds enthält zwischen 35 und 85 Aktien. "Dabei muss der wahre Wert feststellbar sein und über dem aktuellen Aktienkurs liegen", sagt Edward Sherman, der die europäischen Brandes-Kunden betreut. Zudem sollten die Aktien gerade unpopulär sein oder von den anderen Marktteilnehmern übersehen werden. Positionen werden erst verkauft, wenn der Aktienkurs den von Brandes berechneten Wert erreicht hat - im Durchschnitt nach drei bis fünf Jahren.

Wie gut dieses antizyklische Konzept funktionieren kann, zeigt ein Blick auf die Performance-Treiber der vergangenen zwölf Monate: "Telekom-, Pharma- und Computerunternehmen haben die größten Beiträge geleistet", zählt Sherman auf. Derzeit gehören noch immer Pharma-Unternehmen zu den größten Positionen, aber auch die krisengeschüttelten Autohersteller Ford und General Motors.

Das sind Aktien, die man in den Top Ten des auf Rang drei platzierten MLIIF US Focused Value von Blackrock vergebens sucht. Dessen Manager Bob Martorelli und Kevin Rendino haben Finanzwerte mit 23 Prozent am höchsten gewichtet, gefolgt von Titeln aus der Informationstechnologie mit 15 Prozent. Mit dem US Basic Value auf Rang zehn schaffte es zudem ein zweiter Blackrock-Fonds in die Bestenliste. Auch für diesen Fonds zeichnet das Gespann Martorelli-Rendino verantwortlich. "Der MLIIF US Focused Value ist eine Art Best-Ideas-Portfolio des MLIIF US Basic Value, bei dem die zehn von uns favorisierten Titel höher gewichtet werden", erklärt Rendino das Prinzip.

Im Resultat ist der MLIIM US Focused Value mit 35 bis 50 Titeln deutlich konzentrierter als sein Gegenstück mit 60 bis 80 Titeln. "Er ist dadurch zwar etwas risikoreicher, entwickelt sich aber in aufsteigenden Börsenphasen meist besser", berichtet Rendino.

Für das kommende Jahr gibt sich der Blackrock-Manager weiter optimistisch: "Der US-Notenbank ist es bisher gelungen, die Inflationsgefahr zu bannen und dabei gleichzeitig ein Umfeld für eine stetige konjunkturelle Erholung zu schaffen." Dabei sei die Volkswirtschaft von soliden Unternehmensgewinnen, gesunden Bilanzen und hoher Übernahme- und Fusionsaktivität geprägt. Allerdings gibt es auch Risiken: Ein schwacher Immobilienmarkt könne die wirtschaftliche Entwicklung dämpfen, warnt Rendino.

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