Erfolg mit Branchen-Mix
Fondsprofis sehen Japans Nebenwerte im Aufwind

Als die schottische Vermögensverwaltung Martin Currie und das Schweizer Bankhaus Pictet 2004 mit ihren beiden auf japanische Nebenwerte spezialisierten Produkten an den Start gingen, war das Marktumfeld schlecht. Aus heutiger Sicht war das Datum jedoch perfekt.

HAMBURG. 2004 schwankte der Nebenwerte-Index Topix Mid 400 nach langer Talfahrt zwischen 1 000 und 1 100 Punkten. Bereits im Mai 2005 war es mit der Tristesse für den Martin Currie Japan Mid-Cap und des Pictet Japanese Mid-Small Cap jedoch vorbei. Der Topix Mid 400 kletterte binnen zwölf Monaten um mehr als 600 Punkte.

Zwar fiel der Index im Frühjahr wieder auf 1 500 Zähler zurück. Shinobu Kasaya gewinnt dieser Korrektur jedoch Positives ab: „Seit den Kurseinbrüchen sind die Bewertungen wieder auf ein attraktives Maß gesunken“, sagt der Pictet-Manager, dessen Fonds mit einem Zwölf-Monats-Plus von 0,91 Prozent derzeit Rang sechs von 29 bei Feri Rating & Research gelisteten japanischen Nebenwertefonds belegt (Tabelle). Damit schnitt Kasaya um gut fünf Prozentpunkte besser ab als der Durchschnitt.

Das aktuell günstige Kursniveau nutzt er gezielt für Zukäufe, beispielsweise beim Präzisionsinstrumenten-Hersteller Topcon, der mit einer Gewichtung von 2,4 Prozent derzeit die drittgrößte Einzelposition im rund 100 Titel umfassenden Fonds stellt. Auf Branchenebene gehört der Bereich Informationstechnologie zu den Favoriten des Pictet-Managers: Gut 30 Prozent des Portfolios hält Kasaya in entsprechenden Aktien.

Mit gut elf Prozent weit niedriger ist die Branche dagegen im Martin Currie Japan Mid-Cap gewichtet. Mit rund 60 Titeln weist der von Kevin Troup betreute und aktuell auf Rang drei liegende Fonds ein deutlich konzentrierteres Portfolio auf als das Pictet-Produkt. Auch sonst unterscheidet sich die Branchengewichtung beider Fonds deutlich voneinander: So ist Pictet-Manager Kasaya mit lediglich zwei Prozent des Fondsvermögens in Finanzwerten investiert, während diese Branche im Martin Currie Japan Mid-Cap mit 22 Prozent die zweitgrößte Position darstellt.

Einig sind sich beide Manager jedoch bei den Marktaussichten für das japanische Nebenwerte. „Bei den meisten Unternehmen ist in der kommenden Berichtssaison mit nach oben korrigierten Gewinn- und Umsatzprognosen zu rechnen“, sagt Troup und begründet diese Einschätzung unter anderem mit den gesunkenen Preisen für Rohstoffe. Kasaya stimmt dem zu: „Wir gehen davon aus, dass Aktien aus der zweiten und dritten Reihe in den kommenden Monaten stärker als das Standardwertesegment zulegen“, sagt der Pictet-Manager.

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