Erfolgreiche Manager von Mischfonds sind uneinig über das Potenzial von Aktien
Bonds mit langen Laufzeiten sind gefragt

Für Mischfondsmanager Gerd Rendenbach ist die aktive Verteilung der Gelder auf Aktien, Anleihen und Kasse der Schlüssel zum Anlageerfolg. Auch Lars Kolbe, Leiter Fondsresearch bei Feri Trust ist überzeugt, dass diese Gelderverteilung und das Timing über den Erfolg entscheiden. Aber es geht auch anders.

HB/vwd Frankfurt/M. Das beweisen Harry Schoett und Bernd Maisch, die gemeinsam den BWK-Business Invest II betreuen. Sie wichen in den zurückliegenden Monaten kaum ab von der vorgesehenen durchschnittlichen Gelderverteilung, die ein Anleihen- Aktien-Verhältnis von 75 zu 25 % vorsieht. Dafür setzten sie innerhalb der einzelnen Anlageklassen deutliche Schwerpunkte, beispielsweise bei der Laufzeitenstruktur im Bondbereich.

Beide Vorgehensweisen führten zuletzt zum Erfolg. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende August von 8,73 % rangiert der schwerpunktmäßig in Euroland anlegende BWK-Business Invest II auf Platz vier unter 106 defensiven Mischfonds. In dieser Gruppe sind jene Mischfonds gebündelt, die vorwiegend auf Anleihen setzen. Der vom Activest-Mann Rendenbach gesteuerte und europaweit anlegende N-Fonds Nr. 1 Europa Activest Institutional gibt sich nach Angaben seines Managers keine starren Quoten bei der Mittelverteilung auf Aktien und Renten vor. Der Wertgewinn von 5,18 % reicht für den zehnten Platz.

Mehr als die Hälfte des Fondsvermögens investiere er normalerweise nicht in Aktien, betont Rendenbach. Derzeit liege die Quote bei etwa 38 %. Sie solle jedoch bei noch etwas günstigeren Kursen leicht erhöht werden. Zumindest bis Ende des Jahres rechne er damit, dass mit Aktien mehr Geld zu verdienen ist als mit Renten. Die „moderate Konjunkturerholung sowie eine Verbesserung der Gewinnsituation der Unternehmen“ würden für Aktien sprechen. Schoett und Maisch hingegen gehen in nächster Zeit von einer „Pattsituation“ bei Aktien und Renten aus. Deshalb wollen sie vorerst auch weiter an den aktuellen Quoten für die beiden Anlageklassen festhalten.

Gemeinsamkeiten zeigen die Strategen beim Laufzeitenmanagement. Beide setzen überwiegend auf Anleihen mit langen Restlaufzeiten, weil sie in nächster Zeit keinen deutlichen Renditeanstieg erwarten. Für wahrscheinlicher halten sie sogar fallende Zinsen. Analyst Kolbe rät hingegen dazu, „auf Grund der aggressiven Reflationierungspolitik der US-Notenbank strategisch eher auf kürzere Laufzeiten zu setzen“.

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