Erfolgskurs
Mischfonds-Manager mögen Osteuropa-Renten

Carmen Daub liegt mit dem OP Bond Euro Plus weiter auf Erfolgskurs: Zum wiederholten Male erwirtschaftete die Managerin der Kölner Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft unter 102 Konkurrenten mit Fokus auf einer konservativen Mischfondsstrategie das beste Zwölf-Monats-Ergebnis. Im Gegensatz dazu verfolgt der Degussa-Bank-Rentenfonds eine aktive Strategie.

HAMBURG. Den Wertzuwachs von 8,47 Prozent führt Daub vor allem auf die Beimischung osteuropäischer Renten zurück: "Besonders die Lokalwährungsanleihen in polnischen Zloty sowie tschechischen und slowakischen Kronen sind sehr gut gelaufen."

Daub hält etwa ein Drittel des mit rund 80 Prozent gewichteten Anleiheportfolios in Fremdwährungspapieren der osteuropäischen Konvergenzländer, die generell einen Schwerpunkt im Fonds bilden. Bei den Rentenportfolio-Entscheidungen lehnt sich Daub eng an den ebenfalls von ihr gemanagten OP Extra Portfolio an, der jedoch als reiner Rentenfonds konzipiert ist und einen noch stärkeren Fokus auf Konvergenzwährungen hat. Auf der Aktienseite verfolgt sie dagegen grundsätzlich eine passive Strategie. "Wir decken den Aktienanteil ausschließlich über die Nachbildung des Euro-Stoxx-50-Index ab", sagt Daub.

Eine aktive Strategie verfolgt dagegen Anton Hanskötter mit seinen Aktienengagements. Er managt den Degussa-Bank-Universal-Rentenfonds, der trotz des Namens als konservativer Mischfonds konzipiert ist und bis zu 25 Prozent Aktien enthalten darf. Derzeit liegt die Quote bei sieben Prozent. "Wir investieren auf der Aktienseite schwerpunktmäßig in Europa, mischen aber auch globale Aktien bei", sagt Hanskötter. Aktuell gehören deutsche Titel wie Allianz, Volkswagen und Münchener Rück zu seinen größten Aktienpositionen. Das gute Ergebnis der vergangenen zwölf Monate führt er auch auf Engagements in China und Brasilien zurück. "Diese Positionen waren zwar mit zusammen 2,6 Prozent niedrig gewichtet, wiesen jedoch Kurszuwächse im deutlich zweistelligen Bereich auf."

Wie Daub investiert auch Hanskötter in Fremdwährungspositionen, was dem Fonds ebenfalls zugute kam. "Das Engagement von jeweils vier Prozent in türkischen Lira und tschechischer Krone im Sommer hat sich ausgezahlt", sagt der Fondsmanager. Anders als Daub mischt er jedoch nicht nur Konvergenzanleihen bei, sondern streut die Beimischungen im Rentenportfolio weltweit.

Aufgrund der generell eher schwächeren Gewichtung von Fremdwährungsanleihen stuft Andreas Köchling das Degussa-Produkt im Vergleich zum OP Euro Bond Plus als etwas konservativer ein. Bei letztgenanntem Fonds erziele die Managerin auf der Aktienseite keinen zusätzlichen Mehrwert, was der Analyst der Bad Homburger Analyseagentur Feri jedoch nicht generell als negativ wertet.

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