Erfolgsprodukte
Indexfonds für deutsche Aktien liegen vorn

Eine Auswertung sieht allein fünf passiv gemanagte Produkte in den Top Ten der Kategorie "Aktien Deutschland". DWS Zürich ist zwar im Januar in die roten Zahlen gerutscht, vertraut aber weiterhin auf eine antizyklische Strategie.

HAMBURG.Im vergangenen Jahr zählten Indexfonds in der Kategorie "Aktien Deutschland" klar zu den Gewinnern. So befinden sich allein fünf der passiv gemanagten Produkte in der aktuellen Jahresauswertung von Feri Rating & Research unter den Top Ten.

Am erfolgreichsten war der Balzac Germany Index von State Street Global Advisors (SSGA), der mit einem Wertzuwachs von 25,03 Prozent Rang zwei belegt (siehe Tabelle) und einen wesentlichen Unterschied zu den vier börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) von I-Shares, UBS und Lyxor aufweist: "Der Fonds ist nicht mit einem ETF zu verwechseln und wird lediglich nach einem passiven Ansatz gemanagt, bei dem der MSCI Germany nachgebildet wird," erläutert Axel Riedel, Vertriebsdirektor bei SSGA. Der MSCI-Germany-Index legte im vergangenen Jahr um rund drei Prozentpunkt stärker zu als der Dax.

Rund viereinhalb Prozentpunkte höher lag dagegen der Wertzuwachs des Fonds DWS Zürich Invest Aktien Deutschland. Dessen Managerin Susan Levermann verfolgt einen index-unabhängigen Anlagestil: "Wenn ich von einer Aktie überzeugt bin, gewichte ich sie deutlich höher, umgekehrt lasse ich Indexschwergewichte durchaus auch außen vor", erläutert sie und nennt als Beispiel die zuletzt sehr hoch gewichtete Volkswagen -Aktie.

Diese aggressive Strategie schlägt sich auch in der Gewichtung der Branchen nieder: So hält Levermann gut die Hälfte des Portfolios in Finanzwerten, die im Dax mit 24,6 Prozent vertreten sind. "Der Markt hat bereits sehr negative Folgen der Subprime-Krise eingepreist, so dass ich auf diesen Niveaus Potenzial für einige Titel sehe", gibt sich Levermann überzeugt und hält unter anderem die Deutsche Postbank für attraktiv.

Von der allgemeinen Marktmeinung lässt sich die DWS -Managerin nicht beeinflussen - im Gegenteil. "Ich investiere insbesondere bei den Standardwerten oft antizyklisch", beschreibt Levermann ihre Strategie. Das trifft derzeit auch auf die Gewichtung von Nebenwerten im Fonds zu. Die antizyklische Strategie führte allerdings Anfang dieses Jahres nicht zum Erfolg. So habe der Fonds allein seit Jahresbeginn 10,1 Prozent verloren - unter anderem, weil der sogenannte Januar-Effekt bislang ausgeblieben ist. "Normalerweise sind die Anleger zu Jahresbeginn neuen Investments gegenüber besonders aufgeschlossen, was die Kurse antreibt", sagt Levermann. Als schlechtes Omen für das neue Börsenjahr sieht sie den Fehlstart nicht: "Ich gehe davon aus, dass das Allzeithoch von 8151,6 Punkten in diesem Jahr überschritten wird." Ob die Kurszuwächse ähnlich hoch wie 2007 ausfielen, sei dagegen fraglich.

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