Ergebnisse von Osteuropa-Fonds hängen stark vom Timing der Anlageentscheidungen ab
Deka-Manager zieht es stärker nach Russland

Die Managementkompetenz zu verbessern und auch einmal das eine oder andere Beratungsmandat nach außen zu vergeben – dieser Forderung sieht sich Deutschlands zweitgrößte Investmentgesellschaft Deka seit Jahren ausgesetzt. In Osteuropa fuhr die Sparkassen-Tochter aber bisher recht gut damit, genau dies nicht zu tun.

HB HAMBURG. Denn die Wahl des externen Partners wäre vermutlich auf die Investmentbank JP Morgan gefallen, mit der bereits seit 1997 eine enge Kooperation besteht. Die wiederum gehört zum gleichen Konzern wie die bis zum Sommer 2000 selbstständige Flemings-Gruppe, die sich als eine der ersten Fondsgesellschaften in Osteuropa engagierte.

Von der dabei erworbenen Kompetenz war in den vergangenen zwölf Monaten jedoch wenig zu sehen: Der JPMF Emerging Europe Equity gehört mit einem mageren Plus von 8,58 Prozent zu den schlechtesten Osteuropa-Fonds, und auch der JPMF Eastern Europe liegt mit rund zwölf Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Der Deka Convergence Aktien dagegen belegt mit 24,65 Prozent unter 43 Fonds Rang fünf (siehe Tabelle).

Der Erfolg der Deka geht zum einen auf die relativ starke Gewichtung neuer EU-Mitglieder wie Polen, Ungarn oder Estland zurück, deren Börsen bis März exzellent liefen. Deka-Manager Matthias Bussemer nennt aber noch einen anderen Grund:„Wir investieren nicht nur in den Konvergenzländern, sondern auch in Russland und der Türkei. Außerdem spielt das Stockpicking für uns eine große Rolle.“ Als Beispiel nennt Bussemer den hohen Anteil ungarischer Bankaktien, die 2004 aus rein makroökonomischer Sicht kaum erste Wahl gewesen wären.

Als besonders attraktiv empfindet der Deka-Manager gegenwärtig vor allem russische Titel, die knapp ein Viertel des Fondsvermögens stellen. Außer auf Energiewerte setzt er zunehmend auf den Konsumsektor: Weiter aufstocken will Bussemer auch den Anteil türkischer Aktien, die im Vorfeld des französischen EU-Referendums unter Druck kamen und sich seinen Angaben zufolge nun wieder „auf sehr attraktivem Bewertungsniveau“ befinden.

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