Erholung der Konjunktur
Vermögensverwalter setzen auf Aktien

Internationale Vermögensverwalter äußern sich so positiv für eine weltweite Erholung der Konjunktur wie seit Jahren nicht. Die Fondsmanager schichten das Geld ihrer Kunden daher vorsichtig wieder in Aktien um. Dies ist das Ergebnis der wichtigsten monatlichen Umfrage unter führenden Vermögensverwaltern von Merrill Lynch, der Tochter der Bank of America, für die 220 Fondsmanager mit verwaltetem Vermögen von 617 Mrd. US-Dollar befragt wurden.

FRANKFURT. Sieben von zehn Fondsmanagern erwarten demnach, dass die globalen Wachstumsraten in den nächsten zwölf Monaten zunehmen werden – so optimistisch zeigten sie sich zuletzt vor fünf Jahren. Zudem rechnen die Anlageprofis erstmals seit März 2005 damit, dass Firmen in den kommenden zwölf Monaten wieder höhere Firmengewinne ausweisen werden.

Folglich reduzieren die Vermögensverwalter langsam ihr in Liquidität geparktes Kapital zugunsten von Aktien. Im Durchschnitt ist die Bar-Quote in den Portfolios seit April um gut 12 Prozent auf 4,3 Prozent gesunken. „Investoren öffnen endlich ihre Brieftaschen“, sagt Michael Hartnett, Co-Chef Investmentstratege bei Bank of America-Merrill Lynch. Die Vermögensverwalter halten Aktien auch nach den jüngsten Kursanstiegen noch für unterbewertet, Anleihen dagegen meist für teuer. Allerdings schichten sie nur vorsichtig Kapital in Dividendentitel um und haben Aktien noch etwas weniger stark gewichtet als ihre Börsen-Vergleichsindizes. Ihren Anleihenanteil haben die Fondsmanager zuletzt verringert.

Zum Konjunkturoptimismus passt, dass die Anlageprofis wieder stark auf konjunktursensible Aktien aus Sektoren wie Technologie, Energie und Grundstoffe setzen. Dagegen haben sie Titel aus defensiven Branchen wie Pharma oder Versorger verkauft. Nach Regionen greifen die Verwalter besonders bei Aktien aus Schwellenländern und den USA zu. Bei europäischen Aktien dagegen sind die noch immer vorsichtig. Am wenigsten beliebt sind noch immer japanische Titel.

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