ETF-Dachfondsmanager
Fonds defensiver ausrichten

Einer der bekanntesten deutschen ETF-Dachfondsmanager stellt sein Portfolio um - in den kommenden Wochen will er sich wahrscheinlich risikoärmer aufstellen.  
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Frankfurt„Von der Tendenz her sieht es so aus, dass wir sowohl bei Aktien als auch Rohstoffen vermehrt Verkaufsignale erhalten werden“, sagte Michael Vieker von der Fondsgesellschaft Avana Invest am Dienstag in einem Interview mit Reuters. Dann würde der Fondsmanager in Cashbestände und Geldmarkt-ETFs umschichten.

Vieker und sein Team verwalten vier ETF-Dachfonds: Einen europäischen Aktienfonds, einen europäischen Staatsanleihenfonds, einen Schwellenländer-Aktienfonds und einen Rohstofffonds. Die Investitionen beruhen auf der Analyse eines selbst entwickelten Computermodells, das Trends an den Märkten analysiert. Dazu beobachtet es, auf welchen Niveaus die entsprechenden Indizes im Vergleich zu ihren historischen Durchschnitten notieren.

Für den Europa-Aktienfonds Avana Index Trend Europa Dynamic sucht Vieker nach den chancenreichsten europäischen Sektoren auf Basis des Stoxx 600. Aktuell sendet das Trendfolgemodell für 13 von 18 Sektoren dieses Index Kaufsignale. Lediglich von Banken (Stoxx 600 Banks), Öl- und Gaswerten (Stoxx 600 Oil & Gas), Telekommunikationsunternehmen (Stoxx 600 Telecommunications), Grundstoffunternehmen (Basic Resources) sowie Unternehmen der Reise- und Freizeitbranche (Stoxx 600 Travel & Leisure) rät es ab. „Sollten die nächsten Börsentage eher schwach werden, wird das Modell aber bald auch für weitere Branchen Verkaufsignale sende“, sagte der Fondsmanager.

Noch ist das Portfolio fast vollständig in Aktien-ETFs investiert, wobei Vieker die einzelnen Sektoren immer nahezu gleich gewichtet. Er deckt die Sektoren, die er im Portfolio hält, über ETFs der Commerzbank ab. „Sind mehrere ETFs auf einen Index erhältlich, wähle ich das Produkt, das den Basiswert am genauesten abbildet und beim Handel zum Nettoinventarwert am kostengünstigsten ist“, sagte er. Denn viele Indizes notierten momentan nah an charttechnisch kritischen Marken.

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