ETF-Trends
Sicherheit ist Trumpf

Wenn es an den Märkten turbulent zugeht und die Unsicherheit immer größer wird, dann ist Sicherheit gefragt. Kein Wunder also, dass Anleger verstärkt auf Rentenindizes und geldmarktnahe ETFs setzen. Die neuen Produkte.
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DüsseldorfDie ETF-Anbieter sehen einen klaren Trend zu Sicherheit. Wertstabile Anlagen, die regelmäßige Erträge versprechen, sind gefragt. Doch die Anlageschwerpunkte haben sich verändert: „Sicherheit muss neu definiert werden“, sagt Andreas Fehrenbach, Chef von ETFlab. „Bis April vergangenen Jahres hätte niemand gedacht, dass Staatsanleihen eines Euro-Teilnehmerstaats nicht sicher sein könnten.“ Nun wird sehr genau differenziert, Anleger meiden die südeuropäischen Schuldenländer, stattdessen stehen ETFs auf Bundesanleihen hoch in ihrer Gunst.

ETFlab hat zuletzt Produkte auf französische Staatsanleihen auf den Markt gebracht. „Nach Deutschland ist Frankreich – zumindest aus heutiger Sicht – noch das als am zahlungsfähigsten einzuschätzende Land“, sagt Fehrenbach. Auch Jumbo-Pfandbrief-ETFs laufen gut. Bei Wettbewerber Comstage werden neben ETFs auf deutsche Staatsanleihen auch geldmarktnahe Indexfonds stark nachgefragt. Auch Ishares sieht starke Zuflüsse in Anleihen.

Zu Dauerbrennern haben sich die Schwellenländer gemausert. Lange Zeit konnten Investoren nur auf den breit aufgestellten MSCI Emerging Markets oder spezielle BRIC-ETFS setzen, die die Kursentwicklung der Börsen in Brasilien, Russland, Indien und China spiegeln. Mittlerweile gibt es auch ETFs auf eine ganze Reihe einzelner Schwellenländer.

DB X-Trackers bietet darüber hinaus neue Produkte auf die zehn Branchenindizes des MSCI Emerging Markets an. Anleger können etwa auf Konsumgüter- oder Gesundheitskonzerne setzen. Heike Fürpaß-Peter von Lyxor erwartet, dass sich dieser Trend noch verstärken wird und weitere Nischen–ETFs auf Schwellenländer auf den Markt kommen.

Kommentare zu " ETF-Trends: Sicherheit ist Trumpf"

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  • ETF-Produkte sind Momentan aber am Besten geeignet um passiv zu relativ niedrigen Kosten in Indizes zu investieren - somit wird wohl eher in naher Zukunft das grosse Sterben aktiv gemanageter Fonds eintreten.
    Weil diese im Grunde das Selbe tun, mit dem kleinen aber entscheidenden Unterschied, dass sie den Kunden mehr Geld kosten. Ausserdem besteht kein Emittentenrisiko, da die enthaltenen Werte als Sondervermoegen in der Bilanz stehen und somit nicht in die Insolvenzmasse fliessen.
    Weiterhin ist der Tracking-Error bei den grossen Anbietern, wie z.B. iShares, ziemlich gering und das bei niedrigen Kosten - generell sowie niedrige Handelskosten, durch einen sehr geringen Bid/Ask-Spread.
    Summa summarum gibt es Momentan kein besseres Produkt um passiv in diverse Indizes zu investieren.

  • Gegen Währungsrisiko kann man sich nicht völlig absichern. Entweder sichern die ETFs nur gewisse Währungsschwankungen ab, oder die Bank übernimmt das Währungsrisiko. All zu viel Rendite werden die Anleger nicht sehen. In nicht all zu ferner Zukunft werden die Anleger merken, dass ETFs auch nicht die Eierlegende Vollmilchsau sind, dann wird ein großes ETF sterben einsetzen.

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