ETF- und Swap-Anbieter
Blackrock fordert strengere Trennung

Der US-Vermögensverwalter Blackrock macht sich für eine striktere Trennung von ETF-Anbietern sowie Anbietern von Swap-Derivaten stark. Zudem fordert das Unternehmen eine deutlichere Kennzeichnung der ETFs.
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FrankfurtDer weltweit größte Anbieter börsennotierter Indexfonds (ETFs), Blackrock, fordert eine strengere Trennung zwischen Anbietern von ETFs auf Derivatebasis und den Anbietern dieser Derivate. „Wir würden eine solche Trennung begrüßen“, sagte der Europa-Chef von Blackrocks ETF-Sparte iShares, Joe Linhares, am Freitag. Die EU-Finanzaufsicht ESMA hat diesen Punkt offen gelassen, als sie Ende Januar Vorschläge für eine neue Regulierung börsennotierter Indexfonds vorgestellt hat.

Viele börsennotierte Indexfonds in Europa halten die Indexpapiere nicht im Portfolio. Statt dieser physisch replizierenden Methode vollziehen sie die Wertentwicklung von Indizes nach, indem sie Swap-Derivategeschäfte mit Banken eingehen. Die meisten Anbieter greifen dabei auf ihre Mutterbanken zurück. Blackrock wäre von einem Verbot dieser gängigen Praxis nicht betroffen. Denn weil der US-Vermögensverwalter zu keiner Bank gehört, muss er auf Swaps externer Institute zurückgreifen. Ohnehin bietet Blackrock nur wenige ETFs auf Swap-Basis an.

Außerdem macht sich Blackrock dafür stark, dass am Namen von ETFs erkennbar sein soll, auf welche Weise der Fonds die Wertentwicklung seines Basisindex nachvollzieht. „Zwischen physisch replizierenden und Swap-ETFs unterscheiden zu können, stärkt die Fähigkeit des Anlegers, die Risiken und Vorzüge der einzelnen ETF-Strategien einschätzen zu können“, sagte Linhares.

In den vergangenen Monaten hat die Kritik an börsennotierten Indexfonds weltweit stark zugenommen. Unter anderem haben die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Internationale Währungsfonds (IWF) und der Finanzstabilitätsrat auf die Risiken für das weltweite Finanzsystem hingewiesen, die von ETFs ausgingen. Kritik wurde vor allem an Swap- und Wertpapierleihgeschäften geübt, da somit für viele Investoren kaum nachvollziehbar sei, welche Investitionsrisiken wo lägen. Daraufhin haben Finanzaufseher weltweit strengere Regeln für ETFs angekündigt. Mit eigenen Vorschlägen versuchen ETF-Anbieter, einer gesetzlichen Regulierung zuvorzukommen.

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Blackrock fordert strengere Trennung

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Kritik an ESMA-Sicherheitsvorschriften

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  • Also: Will sagen, der ETF-Anbieter muss dazu verpflichtet werden im Hintergrund genau die Aktien sekundengenau zu kaufen/verkaufen, die zu dem ETF gehören, wenn jemand diesen ETF kauft/verkauft als Kunde des ETF-Anbieters. Der Dax hätte also viel höher steigen müssen mit durchgereichte ETFs.

    Wahrscheinlich haben bisher ETFs keine Auswirkungen und werden nur Index-genau berechnet, ohne dass auf den Index investiert wurde vom ETF-Anbieter. Das wäre schlecht !

  • Wenn man 100 Mio. EUR ETF auf den DAX30 kauft und dafür physisch keine einzige deutsche Aktie gekauft wird ist etwas oberfaul !! Genau wie bei Fonds auf den DAX30 müssen auch ETFs auf den DAX30 Aktien kaufen/verkaufen, die auch tatsächlich AUswirkungen auf dne DAX30 haben.

    Ansonsten ist es wie eine Schachtel Pralinen kaufen und drin liegen Radiegummies.

    Der Finanzmarkt gerät ansonsten dabei aus dem Ruder und wird immer undurchsichtiger. ETFs müssen auch im börsennotierten Sekundenhandel genau die Aktien kaufen/verkaufen die zu ihnen gehören. Das macht zwar sehr viel mehr Arbeit und ist komplizierter, aber sonst widerspiegelt der Finanzmarkt falsche/fehlende Ergebnisse/Ereignisse.

  • Es gibt doch tatsächlich ETF's auf Deutsche Aktien, welche auf Swaps basieren und letztendlich vom japanischen Aktienmarkt abhängig sind.
    Wenn schon ETF's, dann auch physisch replizierend. Alles andere ist nur etwas für gutgläubige Anleger, welche "ihrer" Bank vertrauen, egal was passiert...

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