Exchange-traded funds: Privatanleger müssen nicht in alle Anlageklassen gehen

Erfolgreich anlegen mit ETFs

Exchange-traded funds
Investieren nach dem Baukastenprinzip

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Privatanleger müssen nicht in alle Anlageklassen gehen

Nicht nur mangelnde Liquidität spricht dagegen, sämtliche Anlageklassen mit passiven Indexfonds abzudecken. „In manchen Anlageklassen macht die geschickte Selektion den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg“, sagt Detlef Glow, Fondsanalyst beim Datenanbieter Thomson Reuters Lipper. Zum Beispiel bei Hochzinsanleihen: Die Papiere bieten besonders hohe Zinsen, bergen aber im Gegenzug ein hohes Ausfallrisiko. Aktive Fondsmanager können die Unternehmen hinter den Anleihen unter die Lupe nehmen und beurteilen, wie hoch das Risiko tatsächlich ist. Hochzins-ETFs dagegen kaufen querbeet. „Bei einigen Anlageklassen sollten Investoren besser auf aktives Management setzen“, rät Glow.

Privatanleger müssen nicht unbedingt in alle Anlageklassen investieren. „Sie sollten ihr Portfolio so einfach wie möglich halten“, sagt Glow. Das heißt: Einige speziellere Investments als Renditebringer sind in Ordnung. Südkoreanische Hochzinsanleihen oder kanadische Immobilienaktien gehören aber nicht zwangsläufig ins ETF-Portfolio. Viele spezielle Anlageregionen lassen sich mit ETFs auf breite Indizes zudem auch gut indirekt mit abdecken. So erzielen etwa viele der Unternehmen im europäischen Aktienindex Eurostoxx 50 einen großen Teil ihres Umsatzes in Schwellenländern.

Grundsätzlich ist ein reines ETF-Portfolio konstruierbar und auch sinnvoll, sagt Glow. Investoren sollten aber nicht vergessen, dass Indexfonds im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds kein Risikomanagement haben. „Will man als ETF-Investor Verluste vermeiden, muss man aktiv handeln“, sagt Glow. Man muss also in Abwärtsphasen rechtzeitig aus- und in Aufwärtsphasen rechtzeitig wieder einsteigen. Oder man bleibt über sehr lange Zeit investiert.

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  • Solange die Grün-Sozialistische Klima/CO Verbotspolitik mit ihren markfteindlichen Gesetzen wie EEG oder Energieeinsparverordnung oder der Verbannung des CO2 aus der Volkwirtschaft/Marktgesellschaft unsere Wirtschaft und Gesellschaft vergiftet solange basieren ALLE Geschäftszahlen und Aktien auf einer nicht tragfähigen wirtschaftlichen Wertschöpfungskette sondern auf einen Schneeballsystem das in sich zusammenfallen wird.
    Das gleiche gilt für eine Politik die eine Währung wie den EURO für unterschiedlich Volkswirtschaften als Verbindlich diktiert. Dies kann der Wirtschaft und der Währung/Finanzbranche nicht gut tun und richtet mehr und mehr Schaden in Form von wertlosen Gelddrucken an. Eine Währung die keine Zinsen abwirft und Negativzinsen prodziert ist an sich schon Insolvent!

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