ETFlab
Dekabank startet im April mit Indexfonds

Am 1. April startet die Dekabank ihr Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds (ETF). Die Sparkassengesellschaft beginnt mit fünf Aktienprodukten, die von der am 7. Februar gegründeten ETFlab Investment GmbH in München aufgelegt wurden.

FRANKFURT. Es handelt sich um Produkte auf den Dax, den Euro Stoxx 50, zwei Stoxx-Indizes für jeweils 20 Wachstums- und Value-Titel sowie eine kombinierte Messlatte für diese beiden Anlagestile. Diese Einzelheiten wird der Anbieter offiziell erst am Dienstag im kleinen Kreis bekanntgeben. Der ETF-Start war im vergangenen Jahr angekündigt worden.

Die Deka steigt sehr spät in das rasant wachsende Geschäft ein. Europaweit ist das ETF-Vermögen per Ende Februar auf 94,7 Mrd. Euro angeschwollen. Marktführer ist Barclays Global Investors mit 37,2 Mrd. Euro, gefolgt von Lyxor mit 23,3 Mrd. Euro und der schnell wachsenden ETF-Sparte der Deutschen Bank mit 10,3 Mrd. Euro.

Die Deka wird ihren Erfolg zunächst im Vertrieb und in der Qualität der Preisstellung für ihre Produkte suchen. Beim Vertrieb setzen die Strategen des Hauses unter anderem auf die Eigenanlage der Sparkassen sowie deren institutionelle Kunden, insbesondere mittelständische Firmen.

Hier dürfte die ETFlab-Mannschaft unter ihrem Leiter Andreas Fehrenbach, der früher das deutsche ETF-Geschäft von Barclays führte, Vorteile ausspielen können. Fehrenbach hat etwa ein Dutzend einstiger Mitarbeiter der HVB und der später von Barclays geschluckten HVB-Tochter Indexchange mitgenommen, darunter Fachleute für Vertrieb und Market Making. Indexchange hatte in Deutschland die Pionierrolle bei der Verbreitung von ETFs übernommen. "Die alten Kundenkontakte werden der Deka nutzen, Barclays eher schaden", sagt ein Insider.

Die Deka beginnt das Indexfondsgeschäft mit Standardprodukten. Neuheiten auf diesem Feld will sie erst später präsentieren.

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