ETFs immer differenzierter
Indexfonds erleichtern weltweites Investieren

Ganz gleich, ob man Finanzexperten, Anlageberater oder Fachjournalisten fragt, in einem sind sich alle einig: Börsennotierte Indexfonds (ETFs) bilden immer differenziertere Anlagestrategien ab. Damit werden sie für die Optimierung des Depots zunehmend interessanter.

HB FRANKFURT. Im vergangenen Jahr haben praktisch alle großen Emittenten ETFs auf Indizes ferner Märkte aufgelegt. Dazu zählen diverse Japan-ETFs, aber auch Produkte, die Märkte in Korea, Taiwan und Brasilien abdecken. All diese Fonds ersparen dem Anleger den Aufwand eines eigenen Researchs und die mitunter schwierigen Währungs- und Abwicklungsmodalitäten im Vergleich zu einer Direktanlage.

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Der Markt hat sich aber auch bei den zur Verfügung stehenden Asset-Klassen deutlich ausgeweitet: Die Handelbarkeit von Immobilien gehört fast schon traditionell zu deren größten Herausforderungen für den Kapitalmarkt. Die Einführung von Real Estate Investment Trusts, also börsengehandelten Immobilienaktien, hat diesen Umstand gemildert. Mittlerweile existieren Indexfonds für alle zentralen Immobilienmärkte in den USA, Europa und Asien. Diese ETFs sind sehr liquide und transparent, wird doch ihr Preis analog zu den im Fonds enthaltenen Immobilienaktien börsentäglich festgestellt. Eine weitere Innovation stellen Fonds auf Rohstoffindizes dar, die die ganze Bandbreite an Rohstoffen abbilden.

Fortgeschrittene Investmentstrategien - abgebildet durch ETFs - erweitern das Diversifikationspotenzial der passiven Investmentfonds zusätzlich. Zahlreiche Investmenthäuser haben in den vergangenen Jahren etwa Produkte auf spezielle Dividendenindizes aufgelegt. Doch es gibt mittlerweile auch ETFs, die komplexere Strategien nachbilden. So etwa einen Fonds, der die Wertentwicklung des LevDax nachbildet, einem Index, der mit zweifachem Hebel die Wertentwicklung des bekannten deutschen Aktienbarometers Dax nachvollzieht.

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Was hat nun der Investor von dieser Entwicklung? Zum einen steigt mit den vielen neuen Produkten das Diversifikationspotenzial, da Asset-Klassen über die Indexfonds investierbar gemacht werden, die nur schwach miteinander korreliert sind. Damit lässt sich das Risiko-Ertragsprofil des Depots verbessern. Zum anderen werden komplexere Strategien für Privatanleger zugänglich, die bisher professionellen Investoren vorbehalten waren. Und das alles zu relativ geringen Kosten: Die Gebühren liegen in der Regel weit unter denen aktiv gemanagter Fonds.

Dazu kommt: Die Exchange Traded Funds werden - wie der Name schon sagt - an der Börse gehandelt, und zwar fortlaufend zu einem jederzeit bekannten Preis, der sich am aktuellen Indexwert orientiert. Damit sind die Papiere genauso einfach zu handeln wie Aktien.

Rainer Riess ist Managing Director Stock Market Business Development bei der Deutschen Börse AG.

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