Eurekahedge-Index
Hedge-Fonds legen wieder deutlich zu

Hedge-Fonds haben für Oktober die beste Performance seit fast zwei Jahren vorzuweisen. Dies zeigt ein Branchenindex, der 2 575 Hedge-Fonds in aller Welt abbildet. Angetrieben von steigenden Aktienkursen und Rohstoffpreisen legte der Eurekahedge-Index 3,6 Prozent zu. So stark zugelegt hatte der Index zuletzt im Januar 2006.

HB LONDON/NEW YORK. Im September war der Index, der vom Hedge-Fonds-Beobachter Eurekahedge aus Singapur berechnet wird, um 3,3 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Das internationale Börsenbarometer MSCI World zog im Oktober um drei Prozent an.

Am Rohstoffmarkt engagierte Hedge-Fonds profitierten davon, dass der Rohölpreis von einem Rekord zum nächsten kletterte und der Goldpreis angesichts des nachgebenden Dollars den höchsten Stand seit 1980 erreichte.

Die Hedge-Fonds-Barometer für die USA und Europa erholten sich weiter vom Dämpfer, den die Krise am US-Hypothekenmarkt bewirkt hatte. Der Eurekahedge-Index für Nordamerika zog 2,7 Prozent an, der Europaindex gewann 2,1 Prozent. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Hedge-Fonds-Index für die asiatischen Länder ohne Japan. Er kletterte um 4,7 Prozent. Der Japan-Index kam dagegen nur 0,6 Prozent voran.

Daten des Chicagoer Branchenbeobachters Hedge Fund Research Inc. zeigen für Oktober einen durchschnittlichen Hedge-Fonds- Ertrag von 3,2 Prozent. Auch dies ist die beste Performance seit fast zwei Jahren. Neben steigenden Aktienkursen waren es laut Hedge Fund Research vor allem Wetten auf einen Wertverlust von Hypothekenanleihen, die die Performance stützten.

Der britische Hedge-Fonds-Anbieter Man Group hat die Gewinnprognosen der Analysten im abgelaufenen Geschäftshalbjahr übertroffen. Obwohl die Finanzmarkt-Turbulenzen im August für einen Dämpfer sorgten, steigerte die weltgrößte börsennotierte Hedge-Fonds-Gesellschaft den Gewinn aus dem fortlaufenden Geschäft um etwa 16 Prozent auf 672 Mill. Dollar (458 Mill. Euro). Analysten hatten in einer Bloomberg-Umfrage mit durchschnittlich 625 Mill. Dollar gerechnet.

Auftrieb brachten zum einen Kapitalzuflüsse: Während Häuser wie die US-Investmentbank Bear Stearns Hedge-Fonds aufgrund von Verlusten schließen mussten, stieg das Anlagekapital der Man Group um elf Prozent auf 68,6 Mrd. Dollar. Auch die Gebühreneinnahmen beflügelten das Ergebnis. In den sechs Monaten bis Ende September fiel der Erlös aus performanceabhängigen Gebühren 28 Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum; 283 Mill. Dollar standen zu Buche. Das Volumen der eingenommenen Verwaltungsgebühren stieg um 17 Prozent auf 537 Mill. Dollar.

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