Euro-Rentenfondsmanager halten Restlaufzeiten von neun Monaten bis zwei Jahren
Zinsausblick stützt Kurzläuferfonds

Nach einer erfreulichen Entwicklung im vergangenen Jahr bleibt Ihab Salib 2004 für kurze Laufzeiten am Euro-Rentenmarkt zuversichtlich. Da das Wachstum in wichtigen Ländern wie Deutschland und Italien noch schwach sei, rechnet der Fondsmanager der US-Gesellschaft Federated Investors 2004 nicht mit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank.

HB/vwd/FRANKFURT. Um mit dem Euro-Kurzläuferfonds Federated Series seinen Vergleichsindex, den Geldmarktsatz Sechs-Monats-Euribor, zu schlagen, fühle er sich aktuell mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von neun Monaten gut aufgehoben, sagt Salib. In den zwölf Monaten bis Ende Januar erzielte der Euro-Kurzläuferfonds Federated Series, der in Anleihen mit Laufzeiten bis maximal zwei Jahren investieren kann, einen Wertzuwachs von 3,42%. In der aktuellen Hitliste der 83 in Euro-Kurzläufer anlegenden Rentenfonds belegt er damit Rang sechs.

Angesichts der geringen Wachstumsaussichten in Euro–Land und mangels Gefahren von der Inflationsseite erwartet auch Andreas Haindl, dass die EZB nicht die Leitzinsen anhebt. Der Fondsmanager der mehrheitlich zur Raiffeisenlandesbank Oberösterreich gehörenden Kepler Fonds KAG sieht derzeit den Euro-Rentenmarkt im kurzen Laufzeitenbereich bis vier Jahre gut unterstützt. Mit Engagements in diesem Segment und einer durchschnittlichen Restlaufzeit von rund zwei Jahren erzielte der von Haindl gesteuerte Kepler Liquid Rentenfonds A eine Performance von plus 3,14%. In der Tabelle bedeutet dieses Ergebnis Platz zehn.

„Rentenkurzläufer sind in der Cashposition eine sinnvolle Alternative zum Geldmarkt“, sagt Gerd Bennewirtz, unabhängiger Fondsberater. Sie sollten als strategische Reserve dienen, damit Anleger flexibel am Markt zukaufen können.

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