Euroland-Aktienfonds: Euroland-Fonds mit Modellen erfolgreich

Euroland-Aktienfonds
Euroland-Fonds mit Modellen erfolgreich

Es kommt eher selten vor, dass in einer mehr als 100 Konkurrenzfonds umfassenden Anlagekategorie der Klassenbeste eines Kalenderjahres auch im darauffolgenden Jahr den Sieg davonträgt. Der HSBC Trinkaus Laplace Euroland Equity hätte es beinahe geschafft - und musste sich nur dem DB Platinum IV Croci Euro der Deutschen Bank geschlagen geben.

HAMBURG. Mit einem Zuwachs von 13,74 Prozent fehlte dem bei der HSBC-Tochter Inka aufgelegten, auf Aktien aus der Eurozone spezialisierten Fonds 2007 weniger als ein Prozentpunkt zur erfolgreichen Titelverteidigung.

"Das nach 2006 erneut gute Abschneiden spricht für unseren Ansatz", sagt André Werner. Der Geschäftsführer der Laplace GmbH in München nutzt mit seinem Team-Kollegen Christoph Singer ein mathematisches Modell, das aus 1 800 Euroland-Aktien 25 Titel auswählt und mit je vier Prozent gewichtet. Einmal im Monat passen Werner und Singer die Gewichtung an und entscheiden anhand der Signale, ob Wechsel nötig sind. Dabei spielen drei Faktoren eine Rolle: die relative Stärke einer Aktie, die Liquiditätsflüsse in diese Aktie beziehungsweise in die Branche und das Marktumfeld für Standard- und Nebenwerte. Werner: "Im Durchschnitt haben wir 2007 pro Monat etwa fünf Titel ausgetauscht."

Das im Vergleich zum Euro Stoxx 50 um vier Prozentpunkte bessere Abschneiden führt der Fondsberater unter anderem auf den durchschnittlich 35prozentigen Deutschland-Anteil zurück, während französische Aktien - im Index mit 32 Prozent vertreten - nur zehn Prozent ausmachen. In ähnlicher Größenordnung untergewichtet sind Finanztitel, die 2007 vielen Konkurrenten das Ergebnis verdarben. Deutlich bessere Chancen sieht Werner, der für 2008 "ein schwieriges Börsenjahr mit gutem Ausgang" prophezeit, bei Telekom - und Technologiewerten. Ihr Anteil am Portfolio beträgt 26 Prozent.

Per Definition völlig ohne Finanzaktien kommt der DB Platinum IV Croci Euro der Deutschen Bank aus. "Croci steht für Cash return on capital invested", erläutert Mathias Schoelzel aus dem globalen Aktien-Team des Instituts. Dahinter verbirgt sich ebenfalls ein mathematisches Modell, das Geschäftsberichte von Unternehmen vergleichbar macht und auf dieser Basis die werthaltigsten Aktien eines Marktes heraussucht. "Dieser Prozess ist bei Finanzaktien nicht ohne weiteres möglich", begründet Schoelzel den Verzicht, der den Deutsche-Bank-Fonds im zweiten Halbjahr am HSBC Trinkaus Laplace Euroland Equity vorbeiziehen ließ. Enthalten sind dort exakt 30 Aktien großkapitalisierter Unternehmen, die das Modell ebenfalls annähernd gleich gewichtet und einmal im Monat neu zusammenstellt. Deutsche Titel machen aktuell 35 Prozent des Fondsvermögens aus, Aktien aus der Konsumgüterindustrie 30 Prozent.

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