Euroland-Aktienfonds
Laplace baut Vorsprung bei Euroland-Fonds aus

Für Aktien aus der Euro-Zone war der Juni ein recht ruhiger Monat. Gegen den Trend weiter zulegen konnte der Spitzenreiter HSBC Trinkaus Laplace Euroland Equity. Auf Rang zwei landete der Hyposwiss Euroland, dessen Fondsmanager den französichen Markt besonders positiv beurteilt.

HAMBURG. Tendenziell ging es für europäische Aktien leicht nach unten; der DJ-Euro-Stoxx-50-Index verlor 0,26 Prozent, der Durchschnitt aller 107 auf die Region spezialisierten Aktienfonds 0,70 Prozent. Der HSBC Trinkaus Laplace Euroland Equity, aufgelegt bei der HSBC-Tochter Inka für die Laplace Finanzconsulting GmbH in München, baute dagegen den Vorsprung im Zwölf-Monats-Bereich weiter aus. Mehr als doppelt soviel als mit einem Indexprodukt, nämlich 54,16 Prozent, konnten Anleger mit diesem Fonds seit Juli 2006 verdienen.

Fondsberater André Werner wählt mit seinem Kollegen Christoph Singer anhand eines mathematischen Modells aus 1 800 Euro-Land-Aktien 25 Titel aus und tauscht pro Monat im Durchschnitt sechs Titel aus. Er sieht sich durch die jüngste Entwicklung in der Entscheidung bestätigt, derzeit keine Finanztitel im Portfolio zu halten. "Die Branche hat sich im Umfeld steigender Zinsen eher schlecht entwickelt, woran sich zunächst wenig ändern dürfte", sagt er. Auch Telekom - und Versorgerwerte seien wenig attraktiv.

Besonders prominent vertreten im Laplace-Fonds sind mit 30 Prozent Industrietitel; auf Länderebene geben Deutschland und Italien den Ton an (32 bzw. 16 Prozent). Frankreich, im Euro-Stoxx- 50 mit 33 Prozent gewichtet, ist dagegen mit einem Anteil von nur noch acht Prozent auf den niedrigsten Stand seit Auflage des Fonds im Dezember 2005 gesunken.

Deutlich positiver beurteilt Karl Keller den französischen Markt. Der Manager des auf Rang zwei liegenden Hyposwiss Euroland hat in Paris gelistete Aktien mit 18 Prozent gewichtet, damit stellen sie die größte Einzelposition. "In kaum einem anderen Land existieren momentan derart viele Spezialsituationen, welche vom Ausgang der jüngsten Wahlen profitieren könnten", betont Keller und zieht Parallelen zum Ausgang der Bundestagswahlen vom Herbst 2005: "Auch dort hielt die politische Unsicherheit viele Investoren lange Zeit von einem Einstieg ab, bevor die Kurse Fahrt aufnahmen."

Für das gegen den Trend erzielte Juni-Plus von 4,63 Prozent macht Keller neben einer Übergewichtung des Ölsektors vor allem den mit 16 Prozent sehr hohen Rumänien-Anteil des Portfolios verantwortlich. Zu den größten Positionen des Hyposwiss Euroland gehören SIF 1 Banat-Crisana, SIF 3 Transsilvania und SIF 5 Oltenia. Dabei handelt es sich um drei von insgesamt fünf Privatisierungsfonds, die die Überführung der rumänischen Wirtschaft in Privatbesitz vorantreiben sollen. "Im Vergleich zu Ihrem Buchwert sind diese Fonds weiter stark unterbewertet", sagt Keller.

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