Europäische Aktienfonds
Deka strukturiert ihren Europa-Klassiker um

Seit Monaten wirbt die Sparkassen-Tochter Deka mit ihrem Erfolg bei den "Fund Awards 2007": Aus diesem gemeinsam von Standard & Poor's und Handelsblatt ausgerichteten Wettbewerb war ihr Gesamtangebot im Einjahres-Vergleich als Sieger bei den großen Investmentgesellschaften hervorgegangen.

HAMBURG. Zweifellos war der Sieg etwas überraschend, denn vor wenigen Jahren noch hagelte es wegen der schwachen Wertentwicklung massive Kritik.So glänzend viele Deka-Produkte mittlerweile in ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe auch dastehen, beim auf europäische Aktien spezialisierten Arideka kam der Aufschwung bisher nur bedingt an. Der nach wie vor zu den zehn größten Angeboten seiner Kategorie (Tabelle) gehörende Klassiker blieb in den vergangenen zwölf Monaten abermals hinter dem Durchschnitt der Konkurrenz zurück - auch wenn seit Jahresbeginn durchaus ein positiver Trend erkennbar ist.

"Im Oktober 2006 haben wir der Europa-Gruppe eine neue Struktur gegeben", sagt Victor Moftakhar. Zu diesem Zeitpunkt übernahm der Deka-Aktien-Chef nicht nur die kommissarische Leitung des Europa-Teams, sondern auch das Management des Arideka. Auch diese Funktion will Moftakhar aber nur vorübergehend ausfüllen, wie er betont: "Wir suchen nach einem Nachfolger und sind zuversichtlich, den Anlegern in den kommenden sechs bis zwölf Monaten eine langfristige Lösung präsentieren zu können."

Die von Moftakhar angesprochenen Veränderungen betreffen nicht nur Kommunikation und Abstimmung innerhalb der Gruppe, sondern auch die Zusammensetzung des Arideka. "Statt wie früher bis zu 150 Aktien sind heute nur noch etwa 100 Titel enthalten, außerdem sind stärkere Abweichungen vom Vergleichsindex Stoxx Large 200 möglich", sagt der Deka-Manager. Auf Branchenebene hat er derzeit die Bereiche Rohstoffe, Finanzen und Industrie übergewichtet, zu den größten Einzeltiteln gehören Siemens, ABN Amro, UBS und Allianz.

Den deutschen Wert Siemens zählt auch Philippe Brugere-Trelat zu seinen größten Beteiligungen. Ansonsten unterscheidet sich der von ihm betreute Franklin Mutual European Fund, der unter den zehn Europa-Schwergewichten aktuell am besten abschneidet, aber grundlegend vom Arideka. So verfolgt Brugere-Trelat einen so genannten Deep-Value-Ansatz: Im Mittelpunkt stehen Unternehmen, deren Aktie den Schätzungen seines Analysten-Teams zufolge 40 bis 50 Prozent unter ihrem Substanzwert gehandelt werden. Die Zugehörigkeit zu einem Index spielt dagegen keine Rolle. Daneben investiert der Franklin-Templeton-Manager auch in potenzielle Übernahmekandidaten.

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