Europäische Aktienfonds
Europa-Fonds-Manager meiden Bankaktien

Die europäischen Aktienfonds holen verloren gegangenes Terrain wieder auf.

FRANKFURT. Einen Teil der Zwölf-Monats-Verluste konnten die Verwalter der größten Fondsvermögen im Mai 2009 wieder wettmachen. Konjunkturunabhängige Titel sollen für eine höhere Wertentwicklung sorgen und hohe Verluste wettmachen. Dennoch stehen die Produkte mit durchschnittlich 34 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten im Minus.

Auf den ersten drei Plätzen der Fonds-Hitliste stehen die Anteilsscheine des GAM Star European Equity Fonds. Die drei Tranchen in US-Dollar, britischem Pfund und Euro verloren mit knapp 30 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten vergleichsweise weniger an Wert. Der Fondsmanager John Bennett zeichnet noch bis Jahresende für die Anlagestrategie verantwortlich. Per Ende 2009 wechselt er zur Investmentgesellschaft Gartmore. „Bis dahin wird John den Fonds weiter managen“, sagt ein GAM-Sprecher. Wer dann den Europafonds übernimmt, steht noch nicht fest.

Bis dahin jedenfalls setzt John Bennett verstärkt auf nicht-zyklische Aktien. So investiert er derzeit 14 Prozent des Fondsvermögens in Versorgeraktien. Mit 13 Prozent setzt er auf Papiere aus der Gesundheitsbranche. „Denn der aktuelle Börsenaufschwung ist noch nicht stark genug, um alle Branchen zu erfassen“, sagt Bennett. Den mit knapp 20 Prozent größten Anteil machen aber europäische Finanzdienstleister aus. „In dem Sektor kaufen wir nur sehr vorsichtig zu und bleiben untergewichtet“, sagt der Experte. Im Referenzindex MSCI-Europe stiegen die Finanzaktien dagegen bereits auf einen Anteil von 23 Prozent.

Noch weniger Kapital in Finanzaktien legt der Franklin Mutual European Fonds an. Das Produkt weist dennoch für die vergangenen zwölf Monate rund 31 Prozent Verlust aus. Künftig will Fondsmanager Philippe Brugere-Trelat mit zyklischen Aktien für Wertentwicklung sorgen. Größte Position in seinem Portfolio ist mit knapp drei Prozent die Aktie der Schindler Holding. Das Unternehmen fertigt Aufzüge und Rolltreppen und zählt zu den zehn größten der Schweiz.

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