Europäische Anleger
Flucht zu Goldprodukten

Börsennotierte Indexfonds auf Gold sind der Anleger-Favorit. Im Juni floss 1,6 Milliarden Dollar frisches Kapital zu den Fonds rund um das Edelmetall - hauptsächlich aus Europa. Das treibt den weiter Goldpreis nach oben.
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FrankfurtViele europäische Anleger sind zuletzt wieder regelrecht in Goldprodukte geflüchtet. Börsennotierte Indexfonds (ETFs) und ähnliche Produkte auf das Edelmetall, die an europäischen Börsen gelistet sind, verbuchten im Juni 1,6 Milliarden Dollar frisches Kapital, wie ein Branchenbericht der Deutschen Bank am Donnerstag zeigte. Das war der Löwenanteil der gesamten Zuflüsse in ETFs und die ähnlichen Produkte ETC und ETN, der sich auf rund 2,5 Milliarden Dollar belief.

Zudem sei auffällig, dass der Ansturm auf Goldprodukte unter europäischen Investoren deutlich stärker gewesen sei als unter denen in den USA. Denn die Zuflüsse der US-Anleger beliefen sich auf nur 770 Millionen Dollar. Dieses unterschiedliche Verhalten deutet der Deutschen Bank zufolge darauf hin, dass das Motiv für die starken Goldinvestitionen der Europäer die anhaltende Schuldenkrise in einigen Staaten des Kontinents sei. Gold gilt als vergleichsweise sicheres und wertstabiles Investment in Krisenzeiten.

Der Goldpreis ist im Juni auf Dollar-Basis um 2,4 Prozent gestiegen. Aktuell notiert er bei rund 1602 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Europäische Anleger: Flucht zu Goldprodukten"

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  • Vor 8 Jahren kostete mein Kilo Gold beim Kauf nicht mal 12000 Euro und nun liegt es über 40000 Euro. Also doch lieber Gold horten als Euros auf dem Konto haben!

  • Wo wird der Goldpreis in die Höhe getrieben? Er wird weiter fallen. Die Goldgläubigen werden Ihr Wunder haben. Das Wunder das Gold eine schlechte Spekulation ist. Möglichst noch gepaart mit Apple Aktien und das Fiasko ist perfekt. Die einfache Denkweise der Juppigeneration ist nicht nur am europäischen Fiasko schuld. Sie schiesst sich pausenlos selbst ins Bein.

  • Gebe Ihnen vollkommen Recht. Die Banken erfinden wenn Gold gefragt ist immer neue "Produkte" wo der Wert nur auf dem Papier gedruckt ist. Mittlerweile soll es ja 30 mal so viel Papiergold geben wie überhaupt reales Gold existiert.
    Und vom realen Gold werden ja nur 20-25% wirklich physisch gehandelt - der rest wird "gebunkert" Die einzige Alternative ist das physische Gold denn das System wird crashen, die Frage ist nur wann.

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