Europäische Festnetz-Gesellschaften bieten bessere Aussichten als US-Firmen
Fonds sehen Potenzial im Telekom-Sektor

Im Telekom-Sektor bietet der „alte“ Kontinent aus Sicht von Fondsmanagern gute Perspektiven. „Europa ist eindeutig attraktiver als die USA“, sagt Michael Kohlhase, Verwalter des Lux-Telecommunication aus dem Hause M.M. Warburg-LuxInvest.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Die staatliche Deregulierung in Europa ist ihm zufolge erst vor kurzem umgesetzt worden und in Teilen auch noch nicht abgeschlossen. Dieser Umbau führe zu modernen Strukturen und dem Einsatz moderner Technik, zudem ergäben sich Möglichkeiten für Kooperationen, Fusionen und Übernahmen.

Ähnlich sieht dies der Fondsmanager des Robeco Telecom Services Equities (EUR) A, Jankees Ruizeveld: „Wir bevorzugen europäische Telekomanbieter gegenüber US- und japanischen Firmen“, sagt er. „Aber auch in Schwellenländern sind attraktive Titel zu finden.“

Unter 36 Telemedien-Fonds liegt der M.M. Warburg-Fonds dank einer Zwölfmonats-Wertentwicklung von 10,58 Prozent per Ende September auf dem achten Platz. Das Robeco-Produkt rangiert mit einem Wertzuwachs von zehn Prozent auf Rang 10. „Der Lux-Telecommunication erscheint sehr konzentriert und legt fast ausschließlich in europäischen Telekomdienstleister an, während der Robeco-Fonds weltweit investiert“, erläutert Feri-Fondsanalystin Delphine Gebauer, Beide Produkte seien kaum in zyklischen Telekomausrüstern engagiert.

Der M.M. Warburg-LuxInvest- Fonds hat im Gegensatz zum Robeco-Produkt eine europäische Benchmark. Fondsmanager Kohlhase investiert aber auch in nicht in der Benchmark enthaltene Werte, wie etwa AT&T und Hutchison Whampoa. Integrierte Telekom-Gesellschaften stellen mit 42 Prozent den größten Sub-Sektor des Fonds, gefolgt von Festnetz-Carriern und Mobilfunk-Anbietern. „Ich mag kleinere nationale Anbieter wie Swisscom oder Tele Denmark, die im Festnetz und Mobilfunk tätig sind“, sagt Kohlhase. „Meist haben diese keine übertriebenen Expansionspläne verfolgt, verfügen über ein solides Basisgeschäft auf ihren Heimatmärkten und können von Übernahmephantasien profitieren.“ Untergewichtet sei der Fonds dagegen bei Schwergewichten wie Vodafone, Telefonica oder France Telecom.

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